weltlich

Weltlich bedeutet auf das irdische Leben bezogen oder nicht dem kirchlichen beziehungsweise religiösen Bereich zugehörig.

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Was bedeutet weltlich?

Bei weltlichen Freuden steht das Leben in dieser Welt im Vordergrund. In einer Gegenüberstellung von geistlicher und weltlicher Macht unterscheidet das Wort dagegen Aufgaben- oder Herrschaftsbereiche. Welche Ebene gemeint ist, lässt sich am Bezugswort erkennen.

Eine weltliche Veranstaltung muss nicht religionsfeindlich sein. Auch eine religiöse Person kann weltliche Aufgaben übernehmen oder weltliche Musik aufführen. Der sachliche Bereich einer Tätigkeit ist von den persönlichen Überzeugungen ihrer Beteiligten zu unterscheiden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Das Konzert verbindet geistliche und weltliche Lieder.“ Die Stücke werden nach ihrem religiösen beziehungsweise nichtreligiösen Zusammenhang unterschieden.
  • „Die Figur vernachlässigt ihre weltlichen Angelegenheiten und denkt nur noch an das Jenseits.“ Weltlich betrifft hier die praktischen Belange des irdischen Lebens.
  • „Der Vortrag trennt geistliche Ämter von weltlichen Aufgaben.“ Es geht um unterschiedliche Funktionen, nicht automatisch um den Glauben einzelner Personen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Säkular kann ebenfalls weltlich beziehungsweise nicht religiös bestimmt bedeuten, besitzt aber auch zeitbezogene Fachbedeutungen.

Profan passt bei der Abgrenzung vom religiös-heiligen Bereich. Seine zusätzliche Bedeutung gewöhnlich oder unspektakulär ist nicht in jeder Verwendung von weltlich enthalten.

Schreibweise und Grammatik

Das Wort lautet weltlich, mit t: ein weltlicher Zweck, weltliche Musik. Nicht verwechseln mit weltweit, das die räumliche Ausdehnung auf die Welt betrifft.

Steigerung

Weltlich – weltlicher – am weltlichsten ist möglich, wenn eine Ausrichtung oder Prägung verglichen wird. Eine reine Zuordnung zu einem Aufgabenbereich wird dagegen meist ohne Steigerung ausgedrückt.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativweltlicherweltlicheweltlichesweltliche
Genitivweltlichenweltlicherweltlichenweltlicher
Dativweltlichemweltlicherweltlichemweltlichen
Akkusativweltlichenweltlicheweltlichesweltliche
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativweltlicheweltlicheweltlicheweltlichen
Genitivweltlichenweltlichenweltlichenweltlichen
Dativweltlichenweltlichenweltlichenweltlichen
Akkusativweltlichenweltlicheweltlicheweltlichen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativweltlicherweltlicheweltlichesweltlichen
Genitivweltlichenweltlichenweltlichenweltlichen
Dativweltlichenweltlichenweltlichenweltlichen
Akkusativweltlichenweltlicheweltlichesweltlichen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Programmbesprechung singt ein Kirchenchor auch Lieder ohne religiösen Inhalt. Eine Besucherin vermutet deshalb einen Widerspruch.

Ein Kirchenchor kann weltliche Lieder aufführen. Die Einordnung der Stücke beschreibt ihr Thema oder ihre Funktion und nicht automatisch die Glaubenshaltung der Singenden.

Die Erklärung trennt Institution, Repertoire und persönliche Überzeugung als drei unterschiedliche Ebenen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.