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Casting

Form & Grammatik

SubstantivAnglizismus
Lemma
Casting
Wortart
Substantiv
Worttrennung
Cas·ting
Artikel und Genus
das · Neutrum
Genitiv
des Castings
Plural
die Castings
Gebrauch
Auswahl für eine Rolle oder sportlicher Wurfwettkampf mit Angelgeräten; der Zusammenhang entscheidet.

Definition · kurz erklärt

Casting bezeichnet die Auswahl geeigneter Personen für eine Rolle, besonders bei Film und Fernsehen. Im Sport meint das Wort einen Wettkampf im Ziel- oder Weitwerfen mit Angelgeräten.

Bedeutungen

1. Geeignete Personen auswählen

Bei einem Casting wird geprüft, wer für eine bestimmte Rolle oder einen Auftritt geeignet ist. Im Film kann es beispielsweise darum gehen, eine Figur zu besetzen. Vorsprechen, Vorsingen oder eine andere Darbietung können dabei zur Auswahl gehören. Das Wort bezeichnet das Auswahlverfahren, nicht schon den späteren Erfolg der ausgewählten Person.

„Zum Casting für die Nebenrolle brachte Jonas zwei vorbereitete Szenen mit.“

Jonas nimmt an einer Auswahl teil. Dass er die Rolle bekommt oder später im fertigen Film zu sehen ist, folgt daraus noch nicht.

2. Mit Angelgeräten auf Ziele oder weit werfen

Im Angelsport ist Casting ein Wettkampf im Werfen mit Angelgeräten. Dabei werden etwa Gewichte oder künstliche Fliegen möglichst genau auf ein Ziel oder möglichst weit geworfen. Es geht um die Wurfleistung, nicht um das Fangen von Fischen. Solche Wettbewerbe können auf einem Sportplatz stattfinden.

„Beim Casting auf dem Rasenplatz erreichte Lea das Ziel mit ihrem Wurf.“

Rasenplatz, Ziel und Wurf kennzeichnen die sportliche Bedeutung. Lea bewirbt sich in diesem Satz nicht um eine Filmrolle. Ob ihr Treffer für den Sieg reicht, bleibt offen.

Casting: Synonyme und andere Wörter

Eine Rolle besetzen

Auswahlverfahren ist der allgemeinere Ausdruck. „Sie nimmt an einem Casting teil“ nennt einen bestimmten Bereich; „Sie nimmt an einem Auswahlverfahren teil“ könnte auch eine andere Bewerbung betreffen. Rollenauswahl wäre dagegen missverständlich: Hier werden Personen für eine Rolle ausgewählt, nicht Rollen aus einer Liste.

Vorsprechen oder Vorsingen benennt eine konkrete Darbietung innerhalb der Auswahl. „Morgen ist mein Vorsingen“ macht deutlicher als „Morgen ist mein Casting“, welche Fähigkeit gezeigt werden soll. Die Wörter decken nicht jedes Casting ab.

Den sportlichen Zusammenhang nennen

Castingsport und Wurfsport mit Angelgeräten machen die zweite Bedeutung deutlich. Angeln wäre zu ungenau, wenn es ausschließlich um Zielgenauigkeit und Wurfweite geht. „Er trainiert für einen Castingwettkampf“ und „Er trainiert das Zielwerfen mit der Angelrute“ können dieselbe Vorbereitung beschreiben; die zweite Fassung nennt die geübte Disziplin genauer.

Beispiele und Verwendung

„Für die neue Produktion sind zwei Castings angesetzt.“

Hier werden Auswahltermine oder Auswahlverfahren gezählt. Die Zahl sagt nicht, wie viele Personen eingeladen sind oder wie viele Rollen vergeben werden.

„Nach dem Casting wartet Mira noch auf eine Rückmeldung.“

Die Teilnahme ist abgeschlossen, die Entscheidung oder ihre Mitteilung steht für Mira noch aus. Teilnahme und Zusage sind unterschiedliche Schritte.

Casting und Castingshow unterscheiden

Eine Castingshow macht die Auswahl von Talenten selbst zum Inhalt einer Unterhaltungssendung. Ein Casting muss dagegen nicht öffentlich oder als Sendung stattfinden. „Das Casting wurde nicht ausgestrahlt“ ist deshalb kein Widerspruch. Das Auswahlverfahren und seine mediale Darstellung lassen sich sprachlich auseinanderhalten.

Grammatik und Beugung

Das Substantiv ist neutral: das Casting. Im Genitiv Singular und in allen Pluralfällen steht ein s: des Castings, die Castings. Im Dativ Plural kommt kein n hinzu: mit den Castings. Die Worttrennung lautet Cas·ting. Die gleichen Formen gelten für die beiden hier erklärten Bedeutungen.

Casting: Singular und Plural
FallSingularPlural
Nominativdas Castingdie Castings
Genitivdes Castingsder Castings
Dativdem Castingden Castings
Akkusativdas Castingdie Castings

Herkunft

Das Wort stammt aus dem englischen casting. Dahinter steht to cast, das unter anderem „werfen“ und „eine Rolle besetzen“ bedeutet. Diese beiden Bedeutungen erklären die unterschiedlichen deutschen Fachverwendungen.