gutes Gelingen
Gutes Gelingen ist ein Wunsch, dass ein Vorhaben erfolgreich ausgeht. Gelingen ist dabei ein substantivierter Infinitiv und wird großgeschrieben.
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- Wendung / Schreibweise
Was bedeutet gutes Gelingen?
Mit „Ich wünsche dir gutes Gelingen“ drückt man Unterstützung vor einer Aufgabe aus. Der Wunsch kann einem Vortrag, einem Rezept, einem Projekt oder einer handwerklichen Arbeit gelten. Im Mittelpunkt steht, dass die Sache gelingt, nicht unbedingt ein Wettbewerb oder ein Vergleich mit anderen.
Viel Erfolg ist oft eine passende Alternative. Viel Glück betont dagegen stärker den günstigen Zufall. Gutes Gelingen kann persönlicher auf die Ausführung einer Aufgabe bezogen wirken. Die Nuancen sind keine starren Grenzen: Entscheidend bleibt, was die angesprochene Person gerade vorhat und welcher Ton dazu passt.
Schreibweise und typische Stolperstellen
Im Satzinneren lautet die Schreibung gutes Gelingen: gutes klein, Gelingen groß. Am Anfang eines eigenständigen Wunsches steht auch Gutes groß: „Gutes Gelingen!“ Gelingen bleibt dagegen unabhängig von dieser Stellung ein Nomen.
Das Verb wird klein geschrieben: „Das wird gelingen.“ Die Großschreibung hängt also nicht daran, ob der Ausgang gut oder schlecht ist. In „Das Gelingen hängt von der Vorbereitung ab“ wird die Handlung als Sache benannt. Ein Artikel ist ein deutlicher Hinweis, aber für die Substantivierung nicht zwingend sichtbar; auch „Gutes Gelingen braucht Zeit“ enthält ein Nomen.
Grammatik und Formen
Das Nomen Gelingen ist sächlich und hat in dieser Verwendung keinen gewöhnlichen Plural. Die Fälle lauten: das Gelingen, des Gelingens, dem Gelingen, das Gelingen. Gutes erhält ohne bestimmten Artikel die starke Endung -es. Mit Artikel heißt es dagegen „das gute Gelingen“. Die gewünschte Person steht bei wünschen im Dativ: dir, euch, Ihnen.
Drei eigene Beispiele mit Erklärung
Ein persönlicher Wunsch
„Ich wünsche dir gutes Gelingen bei deinem ersten Vortrag.“
Dir benennt die angesprochene Person, bei deinem Vortrag den Anlass. Die Schreibung von gutes bleibt im Satzinneren klein.
Ein knapper Abschluss
„Gutes Gelingen und viel Freude beim Ausprobieren!“
Der Wunsch kann als eigenständiger Abschluss stehen. Freude ergänzt einen anderen Gesichtspunkt als das erfolgreiche Ergebnis.
Eine sachliche Aussage
„Zum Gelingen der Ausstellung haben viele Helfende beigetragen.“
Gelingen bezeichnet hier keinen Wunsch, sondern den erfolgreichen Verlauf. Das zum enthält zu dem und macht den nominalen Gebrauch sichtbar.
Passend und verständlich verwenden
Ein konkreter Bezug wirkt persönlicher als eine wahllose Grußformel. Statt unter jede Nachricht „Gutes Gelingen“ zu setzen, nenne die bevorstehende Aufgabe oder eine hilfreiche Zusicherung: „Gutes Gelingen beim Aufbau; wenn ein Teil fehlt, bin ich erreichbar.“ Verwende den Wunsch nicht nachträglich für etwas, das bereits abgeschlossen ist; dann passen ein Glückwunsch oder eine Rückfrage besser.
Übung: Ersetze in „Ich hoffe, dass die Aufführung gelingt“ den Nebensatz durch eine Nominalgruppe. Möglich ist „Ich hoffe auf das Gelingen der Aufführung“. Das Verb gelingt wird nicht einfach großgeschrieben, sondern durch den substantivierten Infinitiv Gelingen ersetzt. So hängen Wortart, Form und Satzbau zusammen.
