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Absicht ist die Seele der Tat

Form & Grammatik

Grundform
Absicht ist die Seele der Tat.
Eintragstyp
Sprichwort
Thema
Menschen, Sprache und Zusammenleben
Form
Gleichsetzung zweier Nominalgruppen mit „ist“.
Gebrauch
Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt

Definition · kurz erklärt

Die Absicht prägt die moralische Beurteilung einer Handlung.

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Bedeutung

Eine Handlung nach ihrem Beweggrund beurteilen

Die Seele steht bildlich für das innere Wesen einer Handlung. Der Spruch fordert dazu auf, neben dem sichtbaren Vorgang auch den Willen dahinter zu betrachten. Dieselbe äußere Handlung kann aus Hilfsbereitschaft oder aus Eigennutz entstehen.

„Sie hat den Fehler gemeldet, damit wir ihn gemeinsam beheben können, nicht um jemanden bloßzustellen. Absicht ist die Seele der Tat.“

Die Sprecherin erklärt den angenommenen Beweggrund. Ob diese Erklärung stimmt, muss sich an den Umständen zeigen; der Spruch macht fremde Absichten nicht unmittelbar sichtbar.

Eine gute Absicht beseitigt schädliche Folgen nicht.

Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede

Ende gut, alles gut

„Ende gut, alles gut“ bewertet besonders das Ergebnis. Der Absichts-Spruch lenkt den Blick auf den Beweggrund vor der Handlung.

Eine Hilfe kann gut gemeint sein und trotzdem misslingen; ein günstiger Ausgang kann auch ohne gute Absicht entstehen.

Beispiele und Verwendung

Eine Bewertung differenzieren

„Die Überraschung hat nicht geklappt, aber ich erkenne die freundliche Absicht.“

Die Anerkennung des Motivs schließt nicht aus, den tatsächlichen Fehler anzusprechen.

Form und Varianten

„Absicht“ und „die Seele“ stehen im Nominativ. „Der Tat“ ist ein Genitivattribut zu „Seele“. Das Substantiv „Tat“ bezeichnet hier die ausgeführte Handlung.