Ende gut, alles gut
Form & Grammatik
- Grundform
- Ende gut, alles gut.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Entscheidungen, Glück und Folgen
- Form
- Zwei verkürzte Satzteile ohne finites Verb.
Definition · kurz erklärt
Ein gutes Ergebnis kann vorangegangene Schwierigkeiten in den Hintergrund treten lassen. Der Spruch drückt häufig Erleichterung über einen gelungenen Abschluss aus.
Bedeutung
Den guten Abschluss als entscheidend ansehen
Die knappe Form setzt ein gutes Ende mit einer insgesamt guten Bewertung gleich. Im Alltag ist das meist eine erleichterte Zusammenfassung, keine genaue Bilanz jedes einzelnen Schrittes.
„Der Aufbau war chaotisch, aber die Veranstaltung lief wunderbar. Ende gut, alles gut.“
Die Schwierigkeiten sind nicht verschwunden; der gelungene Abschluss überwiegt in der Bewertung der Sprecherin.
Ein gutes Ergebnis macht Schäden oder unfaires Verhalten während des Weges nicht automatisch richtig. Manche Folgen bleiben trotz gelungenen Abschlusses bestehen.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Was lange währt, wird endlich gut
„Was lange währt, wird endlich gut“ betont besonders die lange Dauer bis zum Erfolg. „Ende gut, alles gut“ kann auch nach einem kurzen schwierigen Verlauf gesagt werden.
Eine lang vorbereitete Ausstellung kann endlich gelingen; eine kleine Panne kann sich schon nach wenigen Minuten auflösen.
Beispiele und Verwendung
Erleichterung ausdrücken
„Der vermisste Koffer ist da, und alles ist unbeschädigt. Ende gut, alles gut.“
Die erleichterte Zusammenfassung passt, wenn kein erheblicher Schaden zurückbleibt.
Form und Varianten
Zwischen Ende gut und alles gut steht ein Komma. Ende ist ein Nomen, alles ein kleingeschriebenes Pronomen. Die ergänzende Erklärung Ist das Ende gut, ist alles gut macht die Logik sichtbar, ersetzt aber nicht die feste Kurzform.
Herkunft
Die Form ist auch als deutscher Titel eines Shakespeare-Stücks bekannt. Werktitel und Sprichwortgebrauch sind zu unterscheiden; aus dem Titel allein folgt keine sichere Entstehung der deutschen Formel.
