Das Werk lobt den Meister
Form & Grammatik
- Grundform
- Das Werk lobt den Meister.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Lernen, Arbeit und Erfahrung
- Form
- Aussagesatz mit einem bildlich handelnden Subjekt.
Definition · kurz erklärt
Eine gelungene Arbeit spricht für das Können der Person, die sie geschaffen hat. Der Spruch würdigt Qualität, die am Ergebnis selbst erkennbar wird.
Bedeutung
Das Ergebnis macht Können sichtbar
Das Werk wird bildlich zu einer Stimme, die den Meister lobt. Gemeint sein kann ein handwerkliches Stück, eine künstlerische Arbeit oder ein anderes gelungenes Ergebnis. Die Leistung liefert den Anlass zur Anerkennung. Ein formaler Meistertitel ist im übertragenen Gebrauch nicht erforderlich; auch eine Anfängerin kann ein überzeugendes Werk schaffen.
„Die reparierte Schublade gleitet wieder leicht und sitzt genau. Das Werk lobt den Meister.“
Das Lob gründet sich auf die sichtbare Qualität der Reparatur. Es braucht keine lange Selbstdarstellung der Person, die sie ausgeführt hat.
Nicht jede Leistung ist von außen vollständig erkennbar. Außerdem können viele Menschen an einem Ergebnis beteiligt sein; der Spruch sollte ihre Beiträge nicht hinter einer einzigen Person verschwinden lassen.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Eigenlob stinkt
„Eigenlob stinkt“ kritisiert, dass jemand die eigene Leistung stark hervorhebt. „Das Werk lobt den Meister“ bietet eine positive Möglichkeit: Das Ergebnis überzeugt und andere erkennen es an.
Eine sauber gebundene Mappe kann Aufmerksamkeit gewinnen, ohne dass ihre Gestalterin sich selbst als die Beste bezeichnet.
Beispiele und Verwendung
Eine Arbeit anerkennen
„Du musst gar nicht viel erklären; die sorgfältigen Nähte zeigen es. Das Werk lobt den Meister.“
Die Bemerkung ist besonders überzeugend, wenn sie benennt, was an der Arbeit gelungen ist.
Form und Varianten
Das Werk steht im Nominativ Singular. Den Meister ist das Akkusativobjekt zu lobt. Der überlieferte maskuline Ausdruck kann im konkreten Gebrauch unabhängig vom Geschlecht der arbeitenden Person gemeint sein.
