Ehre, wem Ehre gebührt
Form & Grammatik
- Grundform
- Ehre, wem Ehre gebührt!
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Menschen, Sprache und Zusammenleben
- Form
- Verkürzte Würdigungsformel mit einem durch „wem“ eingeleiteten Satz.
Definition · kurz erklärt
Eine verdiente Leistung soll anerkannt werden. Mit dem Spruch würdigt man jemanden oder fordert, ihm die gebührende Anerkennung nicht vorzuenthalten.
Bedeutung
Verdiente Anerkennung aussprechen
Ehre bezeichnet hier öffentliches Ansehen, Lob oder eine angemessene Würdigung. Gebühren bedeutet, jemandem berechtigterweise zuzukommen. Die kurze Formel kann feierlich wirken, wird aber auch freundlich im Alltag verwendet. Sie lenkt den Blick darauf, wer tatsächlich etwas geleistet hat, statt Anerkennung nach Nähe oder persönlicher Vorliebe zu verteilen.
„Die Idee war gut, aber erst ihre geduldige Arbeit hat das Projekt gerettet. Ehre, wem Ehre gebührt!“
Die Aussage hebt einen konkreten Beitrag hervor. Sie muss die Arbeit anderer nicht leugnen, sondern kann einen bislang übersehenen Anteil sichtbar machen.
Wem welche Anerkennung gebührt, kann strittig sein. Die Formel ersetzt keine faire Betrachtung gemeinsamer Leistungen und rechtfertigt keine unkritische Verehrung einer Person.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Das Werk lobt den Meister
„Das Werk lobt den Meister“ lässt die Qualität des Ergebnisses für jemanden sprechen. „Ehre, wem Ehre gebührt“ fordert ausdrücklich, daraus auch eine Anerkennung werden zu lassen.
Eine gelungene Reparatur zeigt Können; sich beim tatsächlichen Reparateur zu bedanken, spricht dieses Lob aus.
Beispiele und Verwendung
Einen übersehenen Beitrag nennen
„Den Applaus verdient heute auch das Team hinter der Bühne. Ehre, wem Ehre gebührt!“
Die Formel passt zu einer konkreten Würdigung und muss keine förmliche Auszeichnung begleiten.
Form und Varianten
Wem steht im Dativ zu gebührt. Im zweiten Teil ist Ehre das Subjekt im Singular. Das Komma trennt diesen Satz von der einleitenden Aufforderungsformel; ein Ausrufezeichen ist möglich.
