Etwas ist besser als gar nichts
Form & Grammatik
- Grundform
- Etwas ist besser als gar nichts.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Entscheidungen, Glück und Folgen
- Form
- Einfacher Vergleichssatz mit den unbestimmten Pronomen „etwas“ und „nichts“.
- Gebrauch
- Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt
Definition · kurz erklärt
Ein begrenzter Nutzen oder ein kleiner Erfolg kann wertvoller sein als das vollständige Ausbleiben eines Ergebnisses. Der Spruch lenkt die Aufmerksamkeit auf das tatsächlich Erreichte.
Bedeutung
Einen kleinen Gewinn anerkennen
Etwas bleibt bewusst unbestimmt. Es kann eine Hilfe, ein Geldbetrag, ein Fortschritt oder eine verfügbare Möglichkeit sein. Der Vergleich mit gar nichts macht den Maßstab deutlich: Nicht das ideale Ergebnis wird erreicht, aber die Lage verbessert sich wenigstens ein wenig.
„Wir haben heute nur zwei der zehn Kisten geschafft. Etwas ist besser als gar nichts.“
Die zwei erledigten Kisten verkleinern die restliche Arbeit. Der Satz kann daher ermutigen, ohne den offenen Aufwand zu verschweigen.
Nicht jedes unvollständige Angebot ist hilfreich. Eine schädliche Zwischenlösung oder eine unfaire Gegenleistung wird nicht dadurch gut, dass überhaupt etwas angeboten wird.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Fallen ist keine Schande, aber liegen bleiben
Beim Fallen und Liegenbleiben geht es um den Umgang mit einem Rückschlag. Hier wird ein bereits vorhandener kleiner Fortschritt gewürdigt.
Nach einem Fehler neu anzufangen ist etwas anderes, als einen kleinen gelungenen Schritt anzuerkennen.
Beispiele und Verwendung
Einen bescheidenen Anfang würdigen
„Fünf Minuten haben wir zum Üben gefunden. Etwas ist besser als gar nichts.“
Die Ermutigung bleibt glaubwürdig, wenn der kleine Beitrag tatsächlich zum Vorhaben passt.
Form und Varianten
Etwas ist das Subjekt im Singular; dazu steht ist. Besser ist der Komparativ von gut. Als schließt den Vergleich an. Gar verstärkt die Verneinung in gar nichts.
