Gemalte Blumen riechen nicht
Form & Grammatik
- Grundform
- Gemalte Blumen riechen nicht.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Entscheidungen, Glück und Folgen
- Form
- Aussagesatz mit attributivem Partizip „gemalte“.
- Gebrauch
- Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt
Definition · kurz erklärt
Ein schönes Abbild besitzt nicht alle Eigenschaften des Originals.
Bedeutung
Ein schönes Abbild ist nicht das Original
Gemalte Blumen können farbig und täuschend echt aussehen, haben aber keinen eigenen Blumenduft. Das Bild unterscheidet Darstellung und Wirklichkeit. Es kann vor dem Verwechseln einer attraktiven Präsentation mit dem tatsächlichen Nutzen warnen.
„Die Zeichnung zeigt ein herrliches Café, aber wir müssen sehen, wie der Raum wirklich funktioniert. Gemalte Blumen riechen nicht.“
Die Darstellung kann bei der Vorstellung helfen. Bestimmte Eigenschaften lassen sich erst am realen Gegenstand erfahren.
Eine Darstellung kann einen eigenen künstlerischen oder praktischen Wert besitzen. Der Spruch macht sie nicht wertlos, sondern benennt eine Grenze.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Es ist nicht alles Gold, was glänzt
Glanz kann einen falschen Wert vortäuschen. Gemalte Blumen können dagegen offen als Bild erkennbar sein und trotzdem nicht alle Eigenschaften des Originals haben.
Eine schöne Skizze muss keine Täuschung sein; sie ersetzt dennoch nicht die tatsächliche Nutzung eines Raumes.
Beispiele und Verwendung
Eine Darstellung ergänzen
„Neben dem Plan probieren wir ein Modell in der wirklichen Größe aus.“
Die zusätzliche Erfahrung kann Eigenschaften sichtbar machen, die das Bild allein nicht vermittelt.
Form und Varianten
„Gemalte“ ist die flektierte Form des Partizips II von „malen“. „Blumen“ ist ein Pluralsubjekt und verlangt „riechen“. Gemeint ist hier einen Duft abgeben, nicht selbst etwas wahrnehmen.
