Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert
Form & Grammatik
- Grundform
- Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Geld, Besitz und das richtige Maß
- Form
- Feste Verbindung des Adjektivs „wert“ mit Genitiv.
- Gebrauch
- Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt
Definition · kurz erklärt
Geleistete Arbeit verdient angemessene Bezahlung.
Bedeutung
Geleistete Arbeit verdient Vergütung
Der Satz stellt die arbeitende Person als berechtigte Empfängerin eines Lohnes dar. Die Leistung soll nicht selbstverständlich ohne Gegenleistung bleiben. Der Spruch nennt weder einen Geldbetrag noch eine Berechnungsmethode.
„Die Reparatur war aufwendig; natürlich bezahlen wir sie. Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert.“
Die Bezahlung wird als Anerkennung einer tatsächlich ausgeführten Arbeit betrachtet. Es geht nicht nur um ein freiwilliges Lob.
Der Spruch ersetzt keine konkrete Vereinbarung und bestimmt keine rechtlichen Ansprüche. Gemeint ist ein allgemeiner Wertungsgrundsatz.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert
Beim Pfennig-Spruch bewertet „wert“ den Umgang mit Geld. Hier richtet sich die Wertschätzung auf die erbrachte Arbeitsleistung.
Kleine Beträge zu achten und eine Tätigkeit angemessen zu vergüten sind verschiedene Fragen.
Beispiele und Verwendung
Unsichtbaren Aufwand anerkennen
„Auch die Vorbereitung gehört zur Arbeit, nicht nur die Stunde vor Ort.“
Der Gedanke kann helfen, die Leistung vollständig zu betrachten.
Form und Varianten
„Seines Lohnes“ ist ein Genitiv zu „wert“. Das Adjektiv wird kleingeschrieben und bleibt hier ohne Endung. „Jeder Arbeiter“ steht als Subjekt im Singular; die traditionelle Formulierung ist männlich.
