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Mancher gibt mit Löffeln und nimmt mit Scheffeln

Form & Grammatik

Sprichwort
Stichwort
Mancher gibt mit Löffeln und nimmt mit Scheffeln
Form
Zwei durch und verbundene Prädikate mit demselben Subjekt mancher.

Gebrauch: Historisch belegtes Sprichwort; heutige Geläufigkeit nicht behauptet.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Manche geben wenig und nehmen im Gegenzug sehr viel.

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Bedeutungen

Eine scheinbar großzügige Handlung auf ihre Gegenleistung prüfen

Löffel und Scheffel stehen für stark unterschiedliche Mengen. Der Scheffel ist ein historisches Hohlmaß. Der Spruch kritisiert ein Missverhältnis: Eine kleine Gabe erscheint großzügig, während die gebende Person sich anschließend einen erheblich größeren Vorteil verschafft. Eine genaue Umrechnung der beiden Größen ist für das Bild nicht nötig.

Der Veranstalter schenkte dem Verein einige günstige Plakate, verlangte dafür aber einen großen Teil der Einnahmen. Mancher gibt mit Löffeln und nimmt mit Scheffeln.

Die sichtbare Gabe ist klein im Verhältnis zur verlangten Gegenleistung. Der Spruch lenkt den Blick auf beide Seiten des Geschäfts.

Ein ungleicher Umfang allein beweist keine Unfairness. Unterschiedliche Leistungen können verschieden wertvoll sein; entscheidend sind der Zusammenhang und nachvollziehbare Vereinbarungen.

Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede

Viel Fleiß und wenig Gewissen macht den Beutel voll

Viel Fleiß und wenig Gewissen macht den Beutel voll beschreibt kritisch einen einträglichen, rücksichtslosen Einsatz. Der Löffel-Scheffel-Spruch nennt genauer ein ungleiches Verhältnis zwischen eigenem Geben und Nehmen.

Jemand verdient durch verschwiegene Nachteile viel Geld. Ein anderer stellt eine kleine Gabe heraus und fordert dafür einen übergroßen Vorteil.

Beispiele und Verwendung

Ein Angebot als Ganzes betrachten

Schau nicht nur auf das Geschenk, sondern auch auf die Bedingungen: Mancher gibt mit Löffeln und nimmt mit Scheffeln.

Die Aufforderung soll eine Prüfung auslösen, nicht ohne Beleg eine Täuschung feststellen.

Grammatik

Mancher ist singularisch; dazu gehören gibt und nimmt. Nach mit stehen die Dativpluralformen Löffeln und Scheffeln. Die beiden Substantive werden großgeschrieben. Das ausgelassene Gegebene beziehungsweise Genommene bleibt im Spruch allgemein.