Was man nicht gern tut, soll man zuerst tun
Form & Grammatik
- Grundform
- Was man nicht gern tut, soll man zuerst tun.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Lernen, Arbeit und Erfahrung
- Form
- Vorangestellter „was“-Satz und Hauptsatz mit Modalverb.
- Gebrauch
- Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt
Definition · kurz erklärt
Unangenehme Aufgaben sollte man nicht endlos aufschieben. Der Spruch empfiehlt, sie früh zu erledigen, damit sie nicht weiter als offene Belastung bestehen bleiben.
Bedeutung
Unangenehmes rechtzeitig erledigen
Nicht gern tun kann eine lästige, schwierige oder unangenehme Tätigkeit bezeichnen. Zuerst fordert eine bewusste Umkehr der spontanen Neigung, mit angenehmen Dingen zu beginnen. Die Empfehlung soll das Aufschieben unterbrechen und Raum für das schaffen, was anschließend leichter fällt.
„Den schwierigen Rückruf mache ich gleich am Morgen. Was man nicht gern tut, soll man zuerst tun.“
Die Aufgabe bleibt unangenehm, wird aber nicht durch langes Warten zusätzlich belastend. Der frühe Zeitpunkt ist hier praktisch möglich.
Dringlichkeit, Abhängigkeiten und eigene Belastbarkeit können eine andere Reihenfolge erfordern. Der Spruch ist eine Arbeitsstrategie und keine ausnahmslose Pflicht.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Wer zeitig feiern will, muss fleißig arbeiten
Zeitig feiern zu können wird mit verlässlicher Arbeit verbunden. Dieser Spruch richtet sich besonders auf die Reihenfolge innerhalb der anstehenden Aufgaben.
Konzentriertes Arbeiten hilft beim Abschluss; eine kluge Reihenfolge verhindert zusätzlich, dass Lästiges liegen bleibt.
Beispiele und Verwendung
Den Tagesbeginn planen
„Ich erledige erst das Formular und widme mich dann dem Entwurf. Was man nicht gern tut, soll man zuerst tun.“
Die Planung sollte realistisch bleiben und bei großen Aufgaben einen überschaubaren ersten Schritt erlauben.
Form und Varianten
Was man nicht gern tut bezeichnet die Aufgabe und übernimmt die Objektfunktion im Gesamtsatz. Soll … tun enthält Modalverb und Infinitiv. Zuerst ist eine unveränderliche Angabe der Reihenfolge. Das Komma steht zwischen den Satzteilen.
