Wer wagt, gewinnt
Form & Grammatik
- Grundform
- Wer wagt, gewinnt.
- Eintragstyp
- Sprichwort
- Thema
- Entscheidungen, Glück und Folgen
- Form
- Kurzer „wer“-Satz mit anschließendem Hauptsatz.
Definition · kurz erklärt
Wer eine Chance nutzen will, muss unter Umständen ein Risiko eingehen. Das Sprichwort ermutigt dazu, trotz Unsicherheit zu handeln.
Bedeutung
Mut zu einem Versuch machen
Der Satz verknüpft Wagnis und Gewinn sehr zugespitzt. Im Gebrauch soll er meist eine Hemmung überwinden helfen. Er ist keine zuverlässige Vorhersage des Ergebnisses.
„Bewirb dich ruhig für die kleine Ausstellung. Wer wagt, gewinnt.“
Eine Bewerbung eröffnet eine Möglichkeit, die ohne Versuch verschlossen bliebe. Eine Zusage ist damit nicht garantiert.
Ein Wagnis kann scheitern. Risiken für sich und andere sollten nach ihren tatsächlichen Folgen beurteilt werden.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach
Der Spatz-Spruch hebt den sicheren kleinen Vorteil hervor. „Wer wagt, gewinnt“ betont die Chance, die erst durch einen Versuch entsteht.
Ein sicheres Angebot anzunehmen und sich auf eine offene Ausschreibung einzulassen verlangen verschiedene Abwägungen.
Beispiele und Verwendung
Zu einem überschaubaren Versuch ermutigen
„Frag doch, ob du das Instrument ausprobieren darfst. Wer wagt, gewinnt.“
Der Spruch passt besonders dann, wenn ein mögliches Scheitern gut verkraftbar ist.
Form und Varianten
Nach wagt steht ein Komma. Wagt und gewinnt sind Formen der dritten Person Singular im Präsens. Wer bezeichnet unbestimmt die handelnde Person.
