umso mehr
Umso mehr verstärkt eine Aussage im Verhältnis zu einem genannten Umstand. Umso wird zusammengeschrieben, mehr bleibt ein eigenes Wort.
Bedeutung und richtiger Gebrauch
In „Du hast wenig Zeit; umso mehr freue ich mich über deine Hilfe“ erklärt der vorherige Umstand die stärkere Freude. Die knappe verfügbare Zeit macht die Hilfe besonders bemerkenswert. Das vergleichende Moment kann also im Kontext liegen.
Die Verbindung kommt auch in Vergleichssätzen mit je vor: „Je mehr wir üben, umso sicherer werden wir.“ Nach je und umso stehen vergleichende Formen. Umso lässt sich in diesem Bauplan durch desto ersetzen.
Schreibweise und Grammatik
| Form | Einordnung |
|---|---|
| umso mehr | zwei Wörter, umso zusammen |
| um so mehr | nicht die heutige Standardschreibung dieser festen Verbindung |
| je … umso … | proportionale Verbindung |
| umso besser / umso weniger | gleicher Grundaufbau mit anderem Komparativ |
Eigene Beispiele mit Erklärung
Die folgenden Beispiele sind eigens für diese Erklärung formuliert.
Der Text war schwierig; umso mehr freut mich dein Fortschritt.
Die Schwierigkeit erklärt, weshalb der Fortschritt besonders erfreulich ist.
Je genauer wir die Begriffe erklären, umso leichter lässt sich der Text verstehen.
Der je-Satz hat das Verb am Ende; im anschließenden Hauptsatz folgt das Verb auf umso leichter.
Das gilt umso mehr, wenn die Lesenden wenig Vorwissen haben.
Der wenn-Satz nennt den verstärkenden Umstand und wird mit Komma abgetrennt.
Beim Formulieren beachten
Erst recht kann passen, wenn eine Aussage unter einer zusätzlichen Bedingung noch stärker gilt. Besonders betont ebenfalls, enthält aber nicht dieselbe ausdrücklich vergleichende Beziehung.
Umso mehr ist keine bloße Ausschmückung. Leser sollten erkennen können, wodurch etwas stärker gilt oder empfunden wird. Fehlt ein solcher Bezug, ist eine schlichte Aussage häufig klarer.
