Albtraum
Albtraum: Ein Albtraum ist ein Traum, der als stark beängstigend oder bedrückend erlebt wird. Übertragen bezeichnet das Wort eine äußerst belastende Situation oder Vorstellung; auch die Schreibweise Alptraum ist richtig.
- Wortart
- Substantiv
- Genus
- maskulin: der Albtraum
- Plural
- die Albträume
- Genitiv Singular
- des Albtraums / des Albtraumes
Was bedeutet Albtraum?
Ein Albtraum ist ein unangenehmer Traum, in dem sich die träumende Person beispielsweise bedroht, hilflos oder verfolgt fühlt. Der Ausdruck beschreibt das Erleben des Traums. Er legt weder einen bestimmten Trauminhalt fest noch erklärt er dessen Ursache.
Das Wort wird außerdem auf Erlebnisse im Wachzustand übertragen. Wer eine Reise als Albtraum bezeichnet, bewertet sie als außerordentlich belastend. Ob diese Bewertung nüchtern gemeint ist oder eine bewusste Übertreibung darstellt, zeigen die geschilderten Ereignisse. Ein einzelnes fehlendes Gepäckstück wirkt anders als eine Folge ernsthafter Gefahren.
Schreibweise und typische Stolperfallen
Albtraum und Alptraum sind zulässige Schreibvarianten. Beide bezeichnen dasselbe Wort. Entsprechend sind auch Albträume und Alpträume richtig. Innerhalb eines eigenen Textes ist eine einheitliche Schreibweise sinnvoll; eine Variante muss nicht zur anderen „korrigiert“ werden.
Der Wortbestandteil Alb beziehungsweise Alp bezeichnet in älteren Vorstellungen ein nächtliches Wesen, dem man bedrückende Träume zuschrieb. Diese Vorstellung erklärt den Namen; sie ist keine Erklärung für die tatsächliche Entstehung von Träumen. Eine Bergreise ist mit dem Wort nicht gemeint.
Grammatik: Artikel, Plural und Deklination
Albtraum ist ein männliches Nomen. Im Plural verändert sich au zu äu; außerdem kommt -e hinzu. Der Dativ Plural erhält ein weiteres -n. Die Beugung der Variante Alptraum folgt genau demselben Muster.
Typische Verbindungen sind einen Albtraum haben, aus einem Albtraum erwachen und von Albträumen erzählen. Der Wechsel zwischen einen, einem und Albträumen zeigt, welche Form der jeweilige Satz verlangt.
| Fall | Singular (Einzahl) | Plural (Mehrzahl) |
|---|---|---|
| Nominativ (wer oder was?) | der Albtraum | die Albträume |
| Genitiv (wessen?) | des Albtraums / Albtraumes | der Albträume |
| Dativ (wem?) | dem Albtraum | den Albträumen |
| Akkusativ (wen oder was?) | den Albtraum | die Albträume |
Beispiele und Verwendung
Die folgenden Beispielsätze sind eigens für diese Erklärung formuliert.
- „In ihrem Albtraum wurde der Flur mit jedem Schritt länger.“ Das unmögliche Raumerlebnis beschreibt einen erfundenen Traum. Die Bedrohung entsteht durch das Gefühl, kein Ziel erreichen zu können.
- „Der Umzug ohne Schlüssel, Strom und erreichbaren Vermieter war für ihn ein Albtraum.“ Gemeint ist eine belastende Alltagssituation. Die Aufzählung macht verständlich, weshalb die Person so urteilt.
- „Die Sorge, den einzigen Entwurf zu verlieren, wurde zu ihrem schlimmsten Albtraum.“ Hier bezeichnet das Wort eine gefürchtete Vorstellung. Der Satz behauptet nicht, dass der Verlust tatsächlich eingetreten ist.
Für die Beschreibung einer Atmosphäre eignet sich auch albtraumhaft. Das Adjektiv stellt einen Vergleich her: Eine Szene wirkt wie ein Albtraum. Es sollte durch Details gestützt werden, etwa durch einen unerklärlich verschlossenen Ausgang oder eine immer wiederkehrende Stimme.
Ähnliche Wörter und Bedeutungsunterschiede
Angsttraum ist eine nahe Bezeichnung für die wörtliche Bedeutung. Schlechter Traum ist weiter und weniger stark: Nicht jeder enttäuschende oder unangenehme Traum muss als Albtraum empfunden werden. Horrorvorstellung betont etwas Befürchtetes; Katastrophe kann dagegen ein tatsächlich eingetretenes Ereignis bezeichnen.
Bei übertragener Verwendung lässt sich Albtraum manchmal durch Belastung oder schreckliche Erfahrung ersetzen. Die sachlichere Form kann in einem Bericht passender sein, während das Bild in einer persönlichen Erzählung die Wahrnehmung der Figur hervorhebt.
Sicher im eigenen Text verwenden
Vom Wertungswort zur anschaulichen Szene: „Die Prüfung war ein Albtraum“ sagt viel über ein Gefühl, aber wenig über den Ablauf. Genauer wäre in einer erfundenen Erzählung: „Als die Aufgaben verteilt wurden, erkannte Mara keine der Formeln wieder. Schon die erste Seite ließ ihre Hände zittern.“ Die Einzelheiten machen die Belastung nachvollziehbar, ohne die Bewertung ständig zu wiederholen.
Bei einer Analyse kannst du anschließend erklären, wie das Bild wirkt. Trenne dabei die Darstellung im Text von Vermutungen über das wirkliche Leben einer Autorin oder eines Autors.
