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Blödsinn

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Blödsinn
Worttrennung
Blöd·sinn
Artikel
der Blödsinn
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Blödsinnes / des Blödsinns
Plural
in den hier erklärten gewöhnlichen Verwendungen ohne Plural

Das Nomen wird großgeschrieben: der Blödsinn. Es enthält ö und am Ende ein doppeltes n. Im gewöhnlichen Gebrauch hat es keinen Plural. Für einzelne Handlungen sagt man beispielsweise Albernheiten, unsinnige Aktionen oder mehrere unsinnige Behauptungen.

Formen und Verwendung im Detail

Blödsinn ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Aussagen, Vorstellungen oder Handlungen, die jemand als unsinnig oder unvernünftig bewertet. Das Wort kann scharf zurückweisen, aber auch spielerisches Herumalbern meinen. Welche Wirkung es hat, hängt von Ton, Anlass und Beziehung ab.

Was bedeutet Blödsinn?

Mit Das ist Blödsinn erklärt jemand einen Vorschlag oder eine Behauptung für verfehlt. Das ist zunächst ein Urteil, noch keine Begründung. Wer eine Lösung so abwertet, hat damit weder ihren Fehler gezeigt noch eine bessere Lösung genannt. In einer sachlichen Diskussion hilft deshalb ein anschließender Grund: Was ist widersprüchlich, unmöglich oder unnötig?

In Die beiden machen wieder Blödsinn können dagegen Scherze, Albernheiten oder unvernünftige Aktionen gemeint sein. Nicht jede solche Handlung ist gefährlich. Die Warnung Mach keinen Blödsinn! kann je nach Lage freundlich, besorgt oder streng klingen.

Synonyme nach dem Zusammenhang auswählen

AlternativeWann sie passtWas sich verändert
UnsinnEine Aussage ergibt keinen vernünftigen Sinn.Liegt sehr nahe und wirkt meist weniger salopp.
UnfugEine Handlung wird als unvernünftig oder störend bewertet.Passt besonders zum Tun, nicht nur zum Inhalt einer Behauptung.
AlbernheitSpielerisches, wenig ernstes Verhalten.Schwächt den Vorwurf ab und beschreibt eine andere Art des Verhaltens.
FehlerEine bestimmte Abweichung ist nachweisbar.Ist sachlicher und verlangt, den Fehler zu benennen.

Eine Beurteilung wird genauer, wenn sie zwischen fehlender Begründung, sachlicher Unrichtigkeit und bloß ungewohnter Idee unterscheidet. Ungewohntes ist nicht automatisch Blödsinn.

Erstes Satzpaar: zurückweisen oder begründen?

Ausgangssatz: „Die vorgeschlagene Abkürzung ist Blödsinn.“
Alternative: „Die vorgeschlagene Abkürzung ist unpraktisch, weil der Weg am Fluss gesperrt ist.“

Die zweite Fassung ersetzt nicht nur ein Wort. Sie nennt das Problem und macht die Bewertung überprüfbar. Der erste Satz kann Ärger ausdrücken, lässt den Leser aber über den Grund im Unklaren.

Zweites Satzpaar: Unsinn oder Spaß?

Ausgangssatz: „In der Pause machten die Freunde Blödsinn.“
Alternative: „In der Pause alberten die Freunde herum.“

Die Alternative legt spielerisches Verhalten nahe. Im Ausgangssatz bleibt offen, ob die Freunde nur scherzten oder etwas Unvernünftiges taten. Bei einer gefährlichen Handlung wäre herumalbern möglicherweise verharmlosend.

Schreibweise und Grammatik

Das Nomen wird großgeschrieben: der Blödsinn. Es enthält ö und am Ende ein doppeltes n. Im gewöhnlichen Gebrauch hat es keinen Plural. Für einzelne Handlungen sagt man beispielsweise Albernheiten, unsinnige Aktionen oder mehrere unsinnige Behauptungen.

Deklination von Blödsinn

Das Nomen wird großgeschrieben: der Blödsinn. Es enthält ö und am Ende ein doppeltes n. Im gewöhnlichen Gebrauch hat es keinen Plural. Für einzelne Handlungen sagt man beispielsweise Albernheiten, unsinnige Aktionen oder mehrere unsinnige Behauptungen.

Im gewöhnlichen hier erklärten Gebrauch Singular ohne übliche Mehrzahl; mehrere einzelne Handlungen lassen sich etwa als Albernheiten benennen.
FallSingular
Nominativder Blödsinn
Genitivdes Blödsinnes / des Blödsinns
Dativdem Blödsinn
Akkusativden Blödsinn

In einer Analyse verwenden

Erfundene Situation: Eine Figur nennt den Vorschlag ihrer Schwester Blödsinn, ohne ihn anzuhören. Eine passende Analyse lautet: „Die pauschale Abwertung beendet das Gespräch, bevor die Schwester ihren Plan erklären kann.“ Damit beschreibst du die Gesprächswirkung, statt das Urteil der Figur ungeprüft zu übernehmen.

Für einen eigenen sachlichen Text sind Formulierungen wie nicht begründet, widersprüchlich oder für diesen Zweck ungeeignet oft hilfreicher. Sie sollten jeweils durch die passende Beobachtung gestützt werden.