Christmonat
Christmonat ist eine ältere Bezeichnung für Dezember. Das Wort benennt einen ganzen Kalendermonat, nicht nur Weihnachten oder die Tage unmittelbar vor dem Fest.
Welcher Monat ist der Christmonat?
Wenn in einem älteren Kalender oder Text vom Christmonat die Rede ist, ist damit der Dezember gemeint. Für heutige sachliche Mitteilungen ist Dezember die geläufige Bezeichnung. Christmonat kann in einem historischen Zusammenhang begegnen oder in einem neueren Text bewusst einen älteren Sprachklang erzeugen.
Der Wortaufbau verbindet den Bezug auf das christliche Weihnachtsfest mit dem Grundwort Monat. Daraus darf man nicht ableiten, dass das Wort bloß eine andere Bezeichnung für Weihnachten sei: Ein Fest und der Monat, in dem es liegt, sind verschiedene Zeitangaben.
Ebenso wenig lässt sich aus dieser einzelnen Benennung sicher auf das Alter eines Textes schließen. Ein gegenwärtiger Verfasser kann eine ältere Formulierung bewusst verwenden. Für eine Datierung braucht man weitere Informationen, etwa Angaben zur Entstehung, zum Druck oder zur Überlieferung.
Passende Ersatzwörter und klare Grenzen
| Ausdruck | Verhältnis zu Christmonat |
|---|---|
| Dezember | Die direkte, heute übliche Entsprechung. |
| zwölfter Monat des Jahres | Eine erklärende Umschreibung; für eine kurze Datumsangabe meist zu lang. |
| letzter Monat des Jahres | Betont die Stellung am Jahresende, nicht den religiösen Bezug des älteren Namens. |
| Advent | Keine genaue Entsprechung: eine kirchliche Vorbereitungszeit auf Weihnachten, kein bloßer Monatsname. |
| Weihnachtszeit | Bezeichnet einen festbezogenen Zeitraum und ist nicht automatisch mit dem gesamten Dezember gleichzusetzen. |
Es hilft wenig, hier möglichst viele altertümliche Monatsnamen aneinanderzureihen. Wer einen vorliegenden Text verstehen oder in heutiges Deutsch übertragen möchte, erhält mit Dezember die klarste Lösung. Andere historische Namen können je nach Zeit und Region eigene Verwendungen haben und sollten nicht ohne Prüfung ergänzt werden.
Zwei eigene Satzvergleiche
Einen älteren Ausdruck verständlich machen
„Im Christmonat ruhte die Arbeit auf dem Feld.“
„Im Dezember ruhte die Arbeit auf dem Feld.“
Die Zeitangabe bleibt in diesem erfundenen Beispiel gleich. Die zweite Fassung ist für heutige Leser unmittelbarer verständlich. Bei einer Inhaltsangabe ist diese Übertragung möglich. In einem wörtlichen Zitat müsste dagegen die ursprüngliche Form erhalten bleiben; eine Erklärung kann außerhalb des Zitats stehen.
Den Monat nicht auf die Vorweihnachtszeit verkürzen
„Am letzten Tag des Christmonats traf der Brief ein.“
„Am letzten Tag des Advents traf der Brief ein.“
Diese Sätze bezeichnen nicht denselben Termin. Der erste meint den letzten Dezembertag. Der zweite verschiebt den Bezug auf die kirchliche Zeit vor Weihnachten. Die Ersetzung würde deshalb den Inhalt ändern. Für eine vorweihnachtliche Szene muss der Zusammenhang erkennen lassen, dass sie tatsächlich vor dem Fest spielt.
Schreibweise und Beugung
Das Nomen wird zusammengeschrieben: der Christmonat. Es ist wie das Grundwort Monat männlich. Der Genitiv lautet des Christmonats oder des Christmonates. Die Mehrzahl Christmonate kann beim Vergleich mehrerer Jahre vorkommen; bei einer einzelnen Zeitangabe ist der Singular üblich.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Christmonat | die Christmonate |
| Genitiv | des Christmonats / Christmonates | der Christmonate |
| Dativ | dem Christmonat | den Christmonaten |
| Akkusativ | den Christmonat | die Christmonate |
In der Textarbeit richtig einordnen
Eine knappe Worterklärung kann lauten: „Christmonat ist eine ältere Bezeichnung für Dezember.“ Für eine Analyse lässt sich ergänzen, dass die Wortwahl einen historischen oder bewusst altertümlichen Ton unterstützt. Ob sie außerdem eine religiöse Haltung hervorhebt, muss der konkrete Text zeigen. Die Benennung allein reicht dafür nicht aus.
Eigener Formulierungsvorschlag: „Die Monatsangabe Christmonat entspricht dem heutigen Dezember. Sie gehört hier zur älteren Ausdrucksweise des Erzählers.“ Diese Erklärung trennt die nachschlagbare Wortbedeutung von weitergehenden Aussagen über die Wirkung.
