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Ende

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Ende
Worttrennung
En·de
Artikel
das Ende
Geschlecht
Neutrum
Genitiv
des Endes
Plural
die Enden

Das Ende ist der Punkt oder Abschnitt, an dem etwas räumlich oder zeitlich aufhört. Man kann vom Ende eines Seils, eines Konzerts oder einer Geschichte sprechen. Welcher Ersatz passt, hängt davon ab, ob eine Stelle, ein Abschluss oder eine zeitliche Grenze gemeint ist.

Verschiedene Bedeutungen erkennen

Das Ende einer Straße ist zunächst ein Ort. Das Ende einer Unterrichtsstunde ist dagegen ein Zeitpunkt oder die letzte Phase dieser Stunde. Bei einer Erzählung kann Ende sowohl den letzten Textteil als auch den Ausgang der Handlung meinen. Die Frage „Gefällt dir das Ende?“ lässt diese Unterscheidung offen.

Auch feste Verbindungen verändern den Sinn. Wer sagt, er sei mit seinen Kräften am Ende, beschreibt eine starke Erschöpfung. Wer am Ende eines Flurs steht, nennt eine räumliche Lage. Das gemeinsame Wort allein reicht deshalb nicht aus, um dieselbe Ersatzformulierung einzusetzen.

Ende, Schluss oder Abschluss?

Schluss
Passt oft bei Veranstaltungen, Texten und Abläufen. Der Schluss einer Geschichte kann ihren letzten Abschnitt bezeichnen.
Abschluss
Hebt hervor, dass etwas beendet oder abgeschlossen wird. Bei einem Seilende passt dieses Wort gewöhnlich nicht.
Ausgang
Betont, wie etwas ausgeht. Der Ausgang eines Konflikts ist sein Ergebnis, nicht einfach sein letzter zeitlicher Abschnitt.

Zwei eigene Satzpaare

Ausgangssatz: Am Ende des erfundenen Konzerts bedankt sich der Chor.
Alternative: Zum Schluss des Konzerts bedankt sich der Chor.

Hier sind die Formulierungen ähnlich: Beide ordnen den Dank der abschließenden Phase zu. „Nach dem Konzert“ würde ihn dagegen ausdrücklich außerhalb der Veranstaltung platzieren.

Ausgangssatz: Das Ende der erfundenen Geschichte bleibt offen.
Alternative: Der Ausgang der Geschichte bleibt ungeklärt.

Die zweite Fassung lenkt den Blick auf das Ergebnis der Handlung. Sie eignet sich, wenn etwa unklar bleibt, ob eine Suche gelingt. Ein fehlender letzter Absatz wäre ein anderes Problem und würde damit nicht präzise beschrieben.

Artikel und Beugung

Das Nomen ist sächlich: das Ende. Die Formen lauten im Genitiv des Endes, im Dativ dem Ende und im Akkusativ das Ende. Der Plural heißt die Enden, beispielsweise bei den beiden Enden eines Bandes.

Deklination von EndeDie vier Fälle
Ende: Formen in den vier Fällen
FallSingularPlural
Nominativdas Endedie Enden
Genitivdes Endesder Enden
Dativdem Endeden Enden
Akkusativdas Endedie Enden

In Wendungen bleibt die Großschreibung erhalten: zu Ende, am Ende, letzten Endes. „Ende Mai“ nennt einen späten Abschnitt des Monats, ohne einen bestimmten Tag festzulegen. Für eine verbindliche Terminangabe ist daher ein Datum genauer.