Know-how

Know-how ist anwendbares Fach- und Erfahrungswissen: Man weiß nicht nur, dass etwas möglich ist, sondern auch, wie man es praktisch ausführt.

Eintrag
Know-how
Wortart / Thema
Substantiv

Was bedeutet Know-how?

Ein Mensch kann viele Einzelinformationen kennen und trotzdem noch wenig Erfahrung mit einer konkreten Aufgabe haben. Know-how betont die Verbindung von Kenntnissen und Anwendung. Dazu können Verfahren, eingeübte Arbeitsschritte und das Erkennen typischer Schwierigkeiten gehören.

Das Wort ist bereichsbezogen. Wer über Know-how bei der Gestaltung von Büchern verfügt, hat damit nicht automatisch Kenntnisse in jedem anderen gestalterischen oder technischen Feld. Eine brauchbare Beschreibung nennt deshalb das Gebiet und eine Tätigkeit, an der sich das Wissen zeigt.

Schreibweise und typische Stolperstellen

Die Schreibweisen Know-how und Knowhow sind möglich. Bei der Bindestrichform wird Know groß und how klein geschrieben. Innerhalb eines Textes ist eine einheitliche Variante sinnvoll. Im Genitiv kommt das s an das Ende der gesamten Einheit: des Know-hows.

Grammatik und Formen

Es heißt das Know-how. Ein gewöhnlicher Plural ist in dieser Bedeutung nicht üblich. Mehrere Bereiche lassen sich als verschiedene Kenntnisse oder unterschiedliches Fachwissen benennen. Häufige Verbindungen sind Know-how besitzen, weitergeben und in ein Projekt einbringen.

Beugung im Singular und Plural
FallSingularPlural
Nominativdas Know-howkein üblicher Plural
Genitivdes Know-howskein üblicher Plural
Dativdem Know-howkein üblicher Plural
Akkusativdas Know-howkein üblicher Plural

Drei eigene Beispiele mit Erklärung

Eine Fertigkeit

„Die Buchbinderin bringt ihr Know-how bei der Reparatur alter Einbände ein.“

Das Wissen wird an einer konkreten fachlichen Tätigkeit sichtbar.

Wissen weitergeben

„Im Workshop erklärt das Team nicht nur die Arbeitsschritte, sondern auch typische Fehlerquellen.“

Die Erläuterung zeigt, was mit der Weitergabe von Know-how gemeint sein kann.

Eine Grenze benennen

„Sein Know-how im Schreiben ersetzt keine Erfahrung mit der technischen Druckvorbereitung.“

Zwei verwandte, aber unterschiedliche Aufgabenfelder werden getrennt.

Passend und verständlich verwenden

Fachwissen ist eine nahe Alternative, kann aber stärker die Kenntnisse selbst betonen. Erfahrung hebt das bereits Erlebte oder Erprobte hervor. Fertigkeit bezeichnet eine beherrschte Handlung. Know-how kann diese Aspekte verbinden, ohne sie im Einzelnen nachzuweisen.

In einer Bewerbung ist Ich verfüge über viel Know-how wenig aussagekräftig. Konkreter wäre: Ich habe die Layoutvorlagen unserer Schülerzeitung überarbeitet und die druckfertigen Dateien vorbereitet. Die Tätigkeit macht den Umfang nachvollziehbar und erlaubt Rückfragen. Das Beispiel ist keine Behauptung über eine tatsächliche Person.

Auch in Werbetexten sollte das Wort nicht bloß Kompetenz versprechen. Nenne, welches Problem gelöst wird und welcher Arbeitsschritt dafür wichtig ist. So bleibt eine Erklärung für Leser nützlich, die mit dem Fachgebiet noch nicht vertraut sind.

Passende Wörter und Grundlagen

Fähigkeiten in einer Bewerbung belegen.

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