Lob

Lob ist eine positive Äußerung, mit der jemand eine Leistung, ein Verhalten oder eine Eigenschaft anerkennt.

Eintrag
Lob
Wortart / Thema
Substantiv

Was bedeutet Lob?

Wer ein Lob ausspricht, macht eine positive Bewertung deutlich. Es kann sich auf ein Ergebnis beziehen, etwa einen sorgfältig geschriebenen Text, oder auf das Verhalten während einer Aufgabe. „Du hast die unterschiedlichen Meinungen aufmerksam zusammengefasst“ würdigt beispielsweise eine konkrete Handlung.

Lob kann kurz oder ausführlich, persönlich oder öffentlich ausfallen. Es ist nicht dasselbe wie ein bloßes Dankeschön: Dank reagiert auf etwas, das jemand für andere getan hat; Lob hebt hervor, was daran gelungen oder anerkennenswert ist. Beides kann in einem Satz verbunden sein.

Nicht jede positive Äußerung ist ernst gemeint. Übertriebenes Lob kann schmeichelnd wirken, ironisches Lob kann sogar Kritik ausdrücken. Bei einer literarischen Analyse helfen Wortwahl, Situation und Reaktion der angesprochenen Figur dabei, die Funktion zu bestimmen. Aus einem einzelnen freundlichen Satz lässt sich noch keine dauerhafte Charaktereigenschaft ableiten.

Schreibweise und typische Stolperstellen

Das Substantiv schreibt man groß: das Lob. Das Verb loben bleibt klein, sofern es nicht substantiviert wird: „Sie möchte ihn loben“, aber „das Loben fällt ihm leicht“. Zusammensetzungen wie Lobeswort oder Lobeshymne enthalten ein verbindendes es.

Unterscheide das Lob von der Lob im Sport. Letzteres bezeichnet beispielsweise im Tennis einen hoch über den Gegner gespielten Ball und hat den Plural Lobs. Diese Bedeutung gehört zu einem anderen Wort mit anderem Genus.

Grammatik und Formen

Die Anerkennung heißt das Lob; im Genitiv steht des Lobes oder des Lobs. Gewöhnlich verwendet man das Wort als nicht zählbare Bezeichnung. Der seltenere Plural Lobe ist möglich; im Alltag klingt „mehrere lobende Äußerungen“ meist natürlicher.

Beugung im Singular und Plural
FallSingularPlural
Nominativdas Lobdie Lobe (selten)
Genitivdes Lobes / Lobsder Lobe (selten)
Dativdem Lobden Loben (selten)
Akkusativdas Lobdie Lobe (selten)

Drei eigene Beispiele mit Erklärung

Konkrete Rückmeldung

„Für die gut begründete Schlussfolgerung erhält Ada ein ausdrückliches Lob.“

Die Anerkennung gilt einem benannten Teil ihrer Arbeit und bleibt dadurch nachvollziehbar.

Lob und Dank

„Danke für deine Hilfe; besonders sorgfältig hast du die widersprüchlichen Angaben überprüft.“

Der erste Satzteil dankt für die Unterstützung, der zweite würdigt ihre Qualität.

Ironie erkennen

„Nachdem der Turm umgefallen ist, sagt die Figur: Das hast du ja großartig aufgebaut.“

Die Äußerung klingt isoliert lobend, wird im erfundenen Zusammenhang aber als ironische Kritik verständlich.

Passend und verständlich verwenden

Ein hilfreiches Lob nennt möglichst genau, was gelungen ist. „Gut gemacht“ ist freundlich; „Dein Beispiel zeigt den Bedeutungsunterschied besonders klar“ gibt zusätzlich Orientierung. Die zweite Formulierung kann der angesprochenen Person zeigen, was sie künftig beibehalten sollte.

Anerkennung ist weiter gefasst und kann auch durch Aufmerksamkeit oder Verantwortung ausgedrückt werden. Kompliment bezeichnet häufig eine freundliche, persönliche Bemerkung. Schmeichelei legt dagegen nahe, dass die positive Bewertung übertrieben oder eigennützig ist. Nicht jedes Lob ist deshalb ein Kompliment und nicht jedes Kompliment eine Schmeichelei.

Bei einer Charakterisierung solltest du „Die Figur lobt andere“ durch eine konkrete Beobachtung ergänzen. Erst dann lässt sich begründet deuten, ob sie anerkennend, unterstützend oder möglicherweise berechnend handelt.

Passende Wörter und Grundlagen

Ironie an Situation und Aussage erkennen. Beobachtung und Deutung in einer Charakterisierung.

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