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einbringen

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
einbringen
Worttrennung
ein·brin·gen
Präsens
bringt ein
Präteritum
brachte ein
Partizip II
eingebracht
Perfekt
hat eingebracht
Hilfsverb
haben
Reflexiver Gebrauch
auch reflexiv: sich einbringen
Trennbarkeit
trennbar
Ergänzungen
etwas einbringen (Akkusativ); jemandem etwas einbringen (Dativ + Akkusativ)

Formen und Verwendung im Detail

Einbringen bedeutet, etwas hinzuzufügen, beizusteuern oder in einen Zusammenhang hineinzutragen. Außerdem kann etwas einen Ertrag oder eine andere Folge einbringen; sich einbringen heißt, aktiv mitzuwirken.

Bedeutung und wichtige Unterschiede

Eine Idee wird in ein Gespräch eingebracht, wenn jemand sie zur gemeinsamen Betrachtung vorstellt. Das ist noch keine Annahme oder Umsetzung. Eine Ernte wird eingebracht, wenn sie vom Feld an ihren Bestimmungsort gelangt. Das gleiche Verb beschreibt hier einen körperlichen Transport.

In „Die Arbeit bringt ihr Anerkennung ein“ bezeichnet einbringen eine Folge. Diese kann positiv oder negativ sein: Eine Bemerkung kann jemandem auch Kritik einbringen. Der Sinn von Gewinn ist deshalb nicht auf Geld oder Vorteile beschränkt.

Synonyme im Gebrauch

AlternativeWann sie passtWas sich verändert
beisteuerneinen eigenen Beitrag hinzufügenBetont den Anteil am gemeinsamen Ganzen.
vorbringeneinen Gedanken oder Einwand äußernStärker auf sprachliche Darstellung bezogen.
erwirtschafteneinen wirtschaftlichen Ertrag erzielenPasst zu Einnahmen, nicht zu jeder Folge.
mitwirkensich aktiv an etwas beteiligenNahe zur reflexiven Form sich einbringen.

Zwei eigene Beispiele im Vergleich

Eine Idee ist noch kein Beschluss

Ausgangssatz: Samira bringt einen Vorschlag in die Sitzung ein.

Alternative: Samira stellt in der Sitzung einen Vorschlag zur Diskussion.

Die Alternative erläutert die Funktion des Beitrags. Sie behauptet keine Zustimmung. Auch einbringen sagt nicht, dass die anderen den Vorschlag übernehmen oder später tatsächlich umsetzen.

Nicht jede Folge ist ein Gewinn

Ausgangssatz: Die unbedachte Bemerkung brachte ihm Kritik ein.

Alternative: Für die unbedachte Bemerkung erhielt er Kritik.

Die zweite eigene Fassung ist direkter und weniger bildhaft. Ein Austausch durch erwirtschaften wäre hier unpassend, obwohl einbringen in anderen Zusammenhängen einen finanziellen Ertrag bezeichnen kann.

Schreibweise und Grammatik

FormWortform
Wortartunregelmäßiges, trennbares Verb
Präsenser bringt ein
Präteritumer brachte ein
Perfekter hat eingebracht
Reflexiver bringt sich ein

Das beigesteuerte Objekt steht im Akkusativ. Bei der Ertragslesart kann die betroffene Person im Dativ stehen: Das bringt ihr Anerkennung ein. Der Infinitiv mit zu lautet einzubringen. Die Formen folgen bringen, nicht einem regelmäßig gebildeten „bringte“.

Konjugation von einbringenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
einbringen: einfache Aktivformen im Hauptsatz
PersonPräsensPräteritumKonjunktiv IKonjunktiv II
ichbringe einbrachte einbringe einbrächte ein
dubringst einbrachtest einbringest einbrächtest ein
er/sie/esbringt einbrachte einbringe einbrächte ein
wirbringen einbrachten einbringen einbrächten ein
ihrbringt einbrachtet einbringet einbrächtet ein
sie/Siebringen einbrachten einbringen einbrächten ein

Das Wort treffend verwenden

In einer Bewerbung ist „Ich möchte mich einbringen“ oft zu allgemein. Aussagekräftiger ist ein eigener konkreter Beitrag, etwa Erfahrungen mit einem Arbeitsablauf oder die Bereitschaft, eine bestimmte Aufgabe zu übernehmen. Das Verb gewinnt seinen Nutzen durch die Antwort auf die Frage: Was genau kommt hinzu?