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fortschicken

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
fortschicken
Worttrennung
fort·schi·cken
Präsens
schickt fort
Präteritum
schickte fort
Partizip II
fortgeschickt
Hilfsverb
haben
Trennbarkeit
trennbar
Ergänzungen
jemanden oder etwas fortschicken (Akkusativ)

Formen und Verwendung im Detail

Fortschicken heißt, jemanden zum Weggehen aufzufordern oder mit einem Auftrag an einen anderen Ort zu schicken. Bei Briefen und anderen Gegenständen kann es außerdem versenden bedeuten.

Auftrag, Abweisung oder Versand

Die Ergänzung macht einen wichtigen Unterschied: Wer eine Helferin fortschickt, um Material zu holen, erteilt ihr einen Auftrag. Wer eine Besucherin ohne Gespräch fortschickt, weist sie ab. Das bloße Verb sagt noch nicht, ob die Handlung notwendig, freundlich oder verletzend ist.

Bei Gegenständen steht keine persönliche Zurückweisung im Vordergrund. Einen Brief fortzuschicken heißt, ihn auf den Versandweg zu bringen. Daraus folgt weder, dass er bereits angekommen ist, noch dass der Empfänger ihn gelesen hat. Für eine genaue Mitteilung sind diese Schritte auseinanderzuhalten.

Die Absicht entscheidet

AlternativePassender FallUnterschied
losschickenjemanden mit einer Aufgabe beauftragenBetont den Beginn des Weges oder Auftrags.
abweisenBesuch oder Anliegen nicht annehmenErklärt die Zurückweisung, nicht bloß den Ortswechsel.
versendenBriefe und GegenständeIst für den Versand meist die sachlichere Form.

„Die Organisatorin schickte zwei Helfer fort, um Wasser zu holen.“
„Die Organisatorin schickte zwei Helfer los, um Wasser zu holen.“

Die Aufgabe ist in beiden Sätzen ausdrücklich genannt. Der zweite Satz hebt den Aufbruch hervor und vermeidet den möglichen Eindruck, die Helfer seien unerwünscht.

„Die Familie hat das Paket gestern fortgeschickt.“
„Die Familie hat das Paket gestern versandt.“

Beide Aussagen betreffen den Versand. „Das Paket wurde gestern geliefert“ wäre kein Ersatz: Die Ankunft beim Empfänger ist ein anderer Schritt.

Trennbar und mit Akkusativ

Die Formen lauten schickt fort, schickte fort und hat fortgeschickt. Die fortgeschickte Person beziehungsweise Sache steht im Akkusativ. Im Nebensatz heißt es „weil sie den Brief fortschickt“. Bei zu wird fortzuschicken geschrieben.

Konjugation von fortschickenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
fortschicken: einfache Aktivformen im Hauptsatz
PersonPräsensPräteritumKonjunktiv IKonjunktiv II
ichschicke fortschickte fortschicke fortschickte fort
duschickst fortschicktest fortschickest fortschicktest fort
er/sie/esschickt fortschickte fortschicke fortschickte fort
wirschicken fortschickten fortschicken fortschickten fort
ihrschickt fortschicktet fortschicket fortschicktet fort
sie/Sieschicken fortschickten fortschicken fortschickten fort

Persönliche Situationen genau beschreiben

In einer Erzählanalyse ist wichtig, ob die Figur einen Auftrag erhält, aus einem Raum gewiesen oder gar nicht erst angehört wird. Der Satz „Sie wird fortgeschickt“ sollte deshalb durch den Anlass und die Reaktion ergänzt werden. Erst daraus lässt sich eine begründete Deutung entwickeln.