hinbekommen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- hinbekommen
- Worttrennung
- hin·be·kom·men
- Präsens
- bekommt hin
- Präteritum
- bekam hin
- Partizip II
- hinbekommen
- Hilfsverb
- haben
umgangssprachlich
Was bedeutet hinbekommen?
Hinbekommen richtet den Blick auf ein Ergebnis: Etwas gelingt, wird fertig oder funktioniert anschließend. Das kann eine kleine praktische Aufgabe, ein schwieriges Gespräch oder die Organisation einer Veranstaltung betreffen. „Ich bekomme das hin“ ist im Alltag eine Zusicherung, dass man die Aufgabe bewältigen wird. Sie ist eine Absicht oder Einschätzung und noch kein Nachweis des Erfolgs.
Das Verb kann ebenso eine Wiederherstellung meinen. Wer eine klemmende Tür wieder hinbekommt, macht sie funktionsfähig. Der Ausdruck lässt offen, welcher Arbeitsschritt dafür nötig war. Im Zusammenhang mit der Genesung eines Menschen wird er ebenfalls umgangssprachlich verwendet; er ist aber keine genaue Beschreibung einer Behandlung oder eines Gesundheitszustands.
Synonyme und ihr Schwerpunkt
| Ausdruck | Bedeutung und Grenze |
|---|---|
| schaffen / bewältigen | Betont den erfolgreichen Umgang mit einer Aufgabe oder Schwierigkeit. |
| zustande bringen | Passt, wenn ein Ergebnis entsteht, etwa eine gemeinsame Lösung. |
| fertigstellen | Bezeichnet den Abschluss einer Arbeit; die Funktionsfähigkeit ist damit nicht in jedem Fall beschrieben. |
| in Ordnung bringen | Passt zum Beheben eines Fehlers oder zum Wiederherstellen eines brauchbaren Zustands. |
„Ein Ziel erreichen“ bezeichnet einen bestimmten Endpunkt. Hinbekommen kann dagegen gerade bei „das“ sehr offen bleiben. In einer Anleitung oder einem Arbeitsbericht ist die präzise Alternative deshalb oft hilfreicher: eingerichtet, repariert, abgeschlossen oder abgestimmt.
Zwei Beispiele erklärt
„Wir haben den Aufbau rechtzeitig hinbekommen.“ · „Wir haben den Aufbau rechtzeitig begonnen.“
Nur der erste Satz behauptet ein gelungenes Ergebnis. Der zweite nennt den Beginn. Auch ein pünktlicher Start kann zu einem verspäteten Abschluss führen.
„Lina hat den Drucker wieder hinbekommen.“ · „Lina hat den Drucker neu eingerichtet.“
Der erste Satz sagt, dass das Problem im Ergebnis gelöst ist. Der zweite nennt eine konkrete Tätigkeit. Sie kann die Lösung gewesen sein, muss es aber nicht; eine Einrichtung kann auch fehlschlagen.
Schreibweise und Sprachstil
Hinbekommen ist trennbar: „Du bekommst das hin“, aber „weil du das hinbekommst“. Der Infinitiv mit zu lautet hinzubekommen; das Partizip heißt ebenfalls hinbekommen. Umgangssprachlichkeit macht den Ausdruck nicht falsch. In einem sachlichen Text sollte jedoch erkennbar werden, welche Aufgabe mit „das“ gemeint ist und woran man den Erfolg erkennt.
umgangssprachlich
Konjugation von hinbekommenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | bekomme hin | bekam hin | bekomme hin | bekäme hin |
| du | bekommst hin | bekamst hin | bekommest hin | bekämest hin / bekämst hin |
| er/sie/es | bekommt hin | bekam hin | bekomme hin | bekäme hin |
| wir | bekommen hin | bekamen hin | bekommen hin | bekämen hin |
| ihr | bekommt hin | bekamt hin | bekommet hin | bekämet hin / bekämt hin |
| sie/Sie | bekommen hin | bekamen hin | bekommen hin | bekämen hin |
