korrelieren

Korrelieren bedeutet, in einem Zusammenhang miteinander zu stehen; in der Statistik bezeichnet es einen messbaren Zusammenhang zwischen Merkmalen oder Größen.

Eintrag
korrelieren
Wortart / Thema
Verb

Was bedeutet korrelieren?

Wenn zwei Größen korrelieren, lässt sich in ihren Werten ein gemeinsames Muster erkennen. Bei einer positiven Korrelation gehen höhere Werte der einen Größe tendenziell mit höheren Werten der anderen einher. Bei einer negativen Korrelation treten höhere Werte der einen eher zusammen mit niedrigeren Werten der anderen auf.

Positiv und negativ bedeuten hier nicht gut und schlecht. Sie bezeichnen die Richtung des Zusammenhangs. Auch eine negative Korrelation kann für eine Untersuchung interessant oder erwünscht sein. Ebenso sagt die Richtung noch nichts über die Stärke aus.

Wichtig ist die Grenze: Eine Korrelation beweist keine Ursache. Ein gemeinsames Muster kann durch weitere Einflussgrößen entstehen. Außerdem muss bei einer Untersuchung geklärt werden, wie gemessen wurde und ob der Zusammenhang belastbar ist. Eine beiläufige Beobachtung reicht nicht für eine statistische Behauptung.

Schreibweise und typische Stolperstellen

Man schreibt korrelieren mit Doppel-r und einem l. Das zugehörige Substantiv lautet Korrelation. Die Formen korreliert und korrelierte enthalten kein ge-.

Die übliche Verbindung lautet mit etwas korrelieren: „Die beiden Messwerte korrelieren miteinander.“ Das Wort ist nicht einfach eine anspruchsvollere Variante von verursachen. Gerade dieser Bedeutungsunterschied sollte sprachlich sichtbar bleiben.

Grammatik und Formen

Korrelieren ist ein regelmäßiges Verb und bildet das Perfekt mit haben. Die Präposition mit verlangt den Dativ: mit dem Wert, mit den Ergebnissen. Bei mehreren Größen als Subjekt steht das Verb im Plural: Die Werte korrelieren.

Wichtige Verbformen
FormBeispiel
Präsensich korreliere · die Größe korreliert · die Größen korrelieren
Präteritumdie Werte korrelierten
Perfektdie Werte haben korreliert
Anschlussmit etwas (Dativ) korrelieren

Drei eigene Beispiele mit Erklärung

Positiver Zusammenhang

„In unseren erfundenen Beispieldaten korreliert die Zahl verkaufter Regenschirme positiv mit der Zahl der Regentage.“

Der Satz beschreibt ein gemeinsames Muster. Er gibt ausdrücklich keine tatsächlich erhobene Untersuchung wieder.

Negativer Zusammenhang

„Im vereinfachten Rechenbeispiel korreliert die verbleibende Wassermenge negativ mit der bereits abgefüllten Menge.“

Mehr abgefülltes Wasser geht hier mit weniger verbleibendem Wasser einher. Negativ bezeichnet die Richtung.

Vorsichtige Schlussfolgerung

„Die beiden Werte korrelieren, doch daraus folgt noch nicht, dass der erste den zweiten verursacht.“

Die Formulierung trennt Zusammenhang und ursächliche Erklärung.

Passend und verständlich verwenden

Für einen allgemeinsprachlichen Text ist „hängt zusammen mit“ oft leichter verständlich. Wenn du ausdrücklich eine statistische Auswertung beschreibst, ist korrelieren genauer. Nenne dann möglichst die untersuchten Größen und die Richtung, statt lediglich von einer „Korrelation der Daten“ zu sprechen.

Verursachen behauptet eine Ursache-Wirkungs-Beziehung. Übereinstimmen kann gleiche oder ähnliche Werte meinen. Zusammentreffen kann ein einzelnes Ereignis bezeichnen. Korrelieren betrifft dagegen ein Zusammenhangsmuster und ist nicht mit diesen Wörtern gleichzusetzen.

Prüffrage beim Lesen: Wird nur ein beobachteter Zusammenhang berichtet, oder schließt der Text daraus auf eine Ursache? Wenn der zweite Schritt unbegründet bleibt, solltest du ihn nicht übernehmen. Gerade in einer Erörterung ist diese Trennung ein wichtiger Teil sauberer Argumentation.

Passende Wörter und Grundlagen

Zusammenhänge nachvollziehbar begründen.

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