loben
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- loben
- Worttrennung
- lo·ben
- Präsens
- er lobt
- Präteritum
- er lobte
- Partizip II
- gelobt
- Perfekt
- er hat gelobt
- Hilfsverb
- haben
- Infinitiv
- loben
- Trennbarkeit
- nicht trennbar
Loben = Anerkennung ausdrücken; geloben = versprechen.
Ergänzungen: jemanden oder etwas loben; jemanden für etwas loben
Definition · kurz erklärt
Loben bedeutet, eine Person, eine Leistung oder ein Verhalten ausdrücklich positiv zu beurteilen. Wer lobt, zeigt Anerkennung oder Zufriedenheit. Das Wort kann außerdem das Preisen und Danken in einem religiösen oder feierlichen Zusammenhang bezeichnen.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Anerkennung ausdrücken
Eine Lehrerin kann eine gelungene Erklärung loben, ein Gast den aufmerksamen Service und eine Freundin den Mut zu einer schwierigen Entscheidung. Dabei kann sich das Lob auf eine bestimmte Handlung richten, ohne die ganze Person uneingeschränkt zu bewerten.
Loben ist mehr als etwas bloß gut zu finden: Die Anerkennung wird mitgeteilt. Sie kann ausgesprochen oder geschrieben werden. Ob das Lob ehrlich, übertrieben oder taktisch gemeint ist, ergibt sich nicht aus dem Verb allein. In einer Erzählung können Tonfall und Verhalten der Figur Hinweise geben.
Für Rückmeldungen ist konkretes Lob oft informativer als ein allgemeines Etikett. „Du hast die beiden Beispiele verständlich verglichen“ zeigt, was gelungen ist. „Du bist toll“ sagt über die ausgeführte Arbeit deutlich weniger.
„Die Lehrerin lobte die übersichtliche Gliederung des Aufsatzes.“
Das Lob bezieht sich auf einen konkreten Teil der Arbeit. Andere Teile können trotzdem noch überarbeitet werden.
Bedeutung 2: Feierlich oder religiös preisen
In religiösen Texten kann loben das Preisen Gottes und den Ausdruck von Dank meinen. Diese Verwendung ist feierlicher als ein alltägliches Lob für eine erledigte Aufgabe. Auch Natur, Leben oder eine schöne Erfahrung können in gehobener Sprache gelobt werden.
„Im Lied lobt die Gemeinde Gott und dankt für das Leben.“
Hier stehen Verehrung und Dank im Vordergrund. Die Aussage ist nicht wie eine Bewertung einer erledigten Schulaufgabe gemeint.
loben: Synonyme und andere Wörter
Eine Leistung positiv beurteilen
anerkennen, würdigen, sich anerkennend äußern
Anerkennen kann eine innere oder ausdrücklich erklärte Haltung bezeichnen. Würdigen wirkt förmlicher und hebt die Bedeutung einer Leistung hervor. Sich anerkennend äußern beschreibt die mitgeteilte positive Bewertung besonders direkt.
„Die Jury lobt ihre genaue Beobachtung.“ → „Die Jury würdigt ihre genaue Beobachtung.“ Die zweite Fassung klingt feierlicher.
Starke oder feierliche Anerkennung
preisen, rühmen
Preisen und rühmen sind stärker und gehobener. Für eine kurze sachliche Rückmeldung können sie übertrieben wirken. Schmeicheln bezeichnet dagegen ein auf die Person wirkendes Lob, das auch eigennützig sein kann; es ist kein neutraler Ersatz.
„Der Gast lobt die Suppe.“ ist alltäglich. „Der Gast preist die Suppe“ stellt seine Begeisterung auffälliger und möglicherweise übertrieben dar.
Beispiele und Verwendung
„Die Trainerin lobte, dass Alina trotz des Fehlers ruhig weitergespielt hatte.“
Gelobt wird ein konkretes Verhalten. Der Satz behauptet nicht, dass Alina fehlerlos gespielt hat.
„Der Erzähler lobt die Großzügigkeit der Figur, zeigt später aber auch ihre Ungeduld.“
Positive und kritische Beobachtungen können nebeneinanderstehen. Ein Lob ist keine vollständige Charakterisierung eines Menschen.
Grammatik und Beugung
Die Grundformen lauten loben – lobte – hat gelobt. Das Verb ist nicht trennbar und verwendet haben. Die Worttrennung lautet lo·ben. Häufig steht ein Akkusativobjekt: jemanden oder eine Leistung loben.
Der Anlass kann mit für + Akkusativ folgen: „Sie lobt ihn für seine Ausdauer.“ Auch ein dass-Satz ist möglich. Die einfache Konjunktiv-II-Form lobte klingt wie das Präteritum; „würde loben“ kann den Möglichkeitscharakter deutlicher machen. Geloben bedeutet etwas versprechen und ist ein anderes Verb.
| Person | Präsens | Präteritum |
|---|---|---|
| ich | ich lobe | ich lobte |
| du | du lobst | du lobtest |
| er/sie/es | er/sie/es lobt | er/sie/es lobte |
| wir | wir loben | wir lobten |
| ihr | ihr lobt | ihr lobtet |
| sie | sie loben | sie lobten |
| Person | Perfekt | Plusquamperfekt |
|---|---|---|
| ich | ich habe gelobt | ich hatte gelobt |
| du | du hast gelobt | du hattest gelobt |
| er/sie/es | er/sie/es hat gelobt | er/sie/es hatte gelobt |
| wir | wir haben gelobt | wir hatten gelobt |
| ihr | ihr habt gelobt | ihr hattet gelobt |
| sie | sie haben gelobt | sie hatten gelobt |
| Person | Futur I | Futur II |
|---|---|---|
| ich | ich werde loben | ich werde gelobt haben |
| du | du wirst loben | du wirst gelobt haben |
| er/sie/es | er/sie/es wird loben | er/sie/es wird gelobt haben |
| wir | wir werden loben | wir werden gelobt haben |
| ihr | ihr werdet loben | ihr werdet gelobt haben |
| sie | sie werden loben | sie werden gelobt haben |
| Person | Gegenwart | Vergangenheit |
|---|---|---|
| ich | ich lobe | ich habe gelobt |
| du | du lobest | du habest gelobt |
| er/sie/es | er/sie/es lobe | er/sie/es habe gelobt |
| wir | wir loben | wir haben gelobt |
| ihr | ihr lobet | ihr habet gelobt |
| sie | sie loben | sie haben gelobt |
| Person | Einfache Form | Vergangenheit |
|---|---|---|
| ich | ich lobte | ich hätte gelobt |
| du | du lobtest | du hättest gelobt |
| er/sie/es | er/sie/es lobte | er/sie/es hätte gelobt |
| wir | wir lobten | wir hätten gelobt |
| ihr | ihr lobtet | ihr hättet gelobt |
| sie | sie lobten | sie hätten gelobt |
| Anrede | Imperativ |
|---|---|
| du | lob! / lobe! |
| ihr | lobt! |
| Sie | loben Sie! |
Das lobe ich mir
Die umgangssprachliche Wendung drückt Zufriedenheit oder eine Vorliebe aus. „Ein kurzer Weg und ein ruhiger Platz – das lobe ich mir.“ Der Sprecher zeigt, dass ihm diese Lösung gefällt; es muss keine andere Person als Empfängerin eines Lobes geben.
Lobenswert heißt, dass etwas Anerkennung verdient. Es sagt noch nicht, ob tatsächlich jemand ein Lob ausgesprochen hat.
