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regnen

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
regnen
Worttrennung
reg·nen
Präsens
es regnet
Präteritum
es regnete
Partizip II
geregnet
Hilfsverb
haben beim unpersönlichen Wettergebrauch; sein bei bildhaft herabfallenden Dingen als Subjekt
Trennbarkeit
nicht trennbar

Reflexiver Gebrauch: Wettergebrauch unpersönlich mit es; bildhaft auch mit genanntem Subjekt

Ergänzungen: es regnet; Blumen sind von oben geregnet; es regnet Beschwerden

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Regnen heißt beim Wetter, dass Niederschlag als Regen fällt: Es regnet. Bildhaft können Dinge in großer Menge herabfallen oder zahlreiche Äußerungen eintreffen. Wettergebrauch und bildhaftes Regnen unterscheiden sich im Satzbau und können unterschiedliche Hilfsverben haben.

Bedeutungen

Regen fällt

Das Wetterverb bezeichnet den fallenden Regen. In der gewöhnlichen unpersönlichen Konstruktion steht es: Es regnet. Zusätze wie leicht, stark oder seit einer Stunde benennen Stärke oder Dauer.

„Während die Gruppe auf den Bus wartet, beginnt es zu regnen.“

Das Beispiel nennt den Beginn des Niederschlags. Eine genaue Regenmenge wird nicht angegeben.

Viele Dinge fallen wie Regen herab

Blüten, Blätter oder andere Dinge können bildhaft in großer Menge von oben niedergehen. Das Bild überträgt den Eindruck des Regens auf andere fallende Gegenstände.

„Von der Bühne sind nach dem Schlussbild Papierblüten in den Saal geregnet.“

Die Papierblüten sind ausdrücklich das Subjekt. Gemeint ist kein Wetterereignis mit Wassertropfen.

Viele Äußerungen oder andere Reaktionen treffen ein

Übertragen kann es etwa Beschwerden, Vorwürfe oder Lob regnen. Die Menge wird anschaulich hervorgehoben; nicht jede Äußerung ist deshalb begründet oder gleich wichtig.

„Nach der Ankündigung regnete es Rückfragen bei der Redaktion.“

Es gehen viele Rückfragen ein. Das Bild sagt nicht, welche davon neue oder berechtigte Einwände enthalten.

Synonyme: andere Wörter für regnen

Regnen oder gießen?

Regen fällt · es gießt · es nieselt

Regnen lässt die Stärke ohne Zusatz offen. Gießen hebt in umgangssprachlicher Wetterrede starken Regen hervor, nieseln feinen und eher schwachen Regen. Ein solcher Austausch kann die Mengenwirkung verändern.

„Es regnet.“ ist weniger genau als „Es regnet stark“.

Die zweite Formulierung fügt eine Stärkenangabe hinzu. Ohne entsprechende Beobachtung wäre sie kein bloßer stilistischer Ersatz.

Beim bildhaften Niedergehen

fallen · in großer Menge herabkommen · zahlreich eintreffen

Fallen passt zu körperlichen Gegenständen. Zahlreich eintreffen passt zu Fragen oder Beschwerden. Die bildhafte Verbindung ist nicht in jeder Situation mit einem Wetterverb gleichzusetzen.

„Es regnet Beschwerden.“ → „Viele Beschwerden treffen ein.“

Die Umschreibung erklärt die große Zahl. Eine Aussage über die Berechtigung der Beschwerden kommt dadurch nicht hinzu.

Beispiele und Verwendung

Unpersönliches es verstehen

„Heute regnet es seit dem Morgen.“

Es benennt hier keine handelnde Person und keinen vorher genannten Gegenstand. Die Zeitangabe beschreibt die Dauer.

Subjekt und Hilfsverb unterscheiden

„Blüten sind auf den Weg geregnet; es hat Blüten auf den Weg geregnet.“

Beide Bilder können denselben Vorgang beschreiben. In der ersten Konstruktion sind Blüten das Subjekt, die zweite verwendet unpersönliches es mit haben.

Grammatik und Beugung

Beim Wetter steht es regnet – es regnete – es hat geregnet. Die Konstruktion ist unpersönlich. Bei bildhaft fallenden Dingen als Subjekt kann sein stehen: Blumen sind von oben geregnet. Unpersönlich heißt es dagegen es hat Blumen geregnet. Die Tabellen zeigen nur die tatsächlich vorhandenen dritten Personen. Die Schrägstriche in zusammengesetzten Formen verbinden bedeutungsabhängige Varianten, keine freie Wahl für jeden Satz. Für das Wetter selbst heißt es nicht ich regne oder du regnest; einen gewöhnlichen Wetter-Imperativ gibt es nicht. Mit zu lautet die Form zu regnen.

Die Worttrennung lautet reg·nen.

Präsens und Präteritum
PersonPräsensPräteritum
3. Person Singularregnetregnete
3. Person Pluralregnenregneten
Perfekt und Plusquamperfekt
PersonPerfektPlusquamperfekt
3. Person Singularhat/ist geregnethatte/war geregnet
3. Person Pluralhaben/sind geregnethatten/waren geregnet
Futur I und Futur II
PersonFutur IFutur II
3. Person Singularwird regnenwird geregnet haben/sein
3. Person Pluralwerden regnenwerden geregnet haben/sein
Einfache Konjunktivformen
PersonKonjunktiv IKonjunktiv II
3. Person Singularregneregnete
3. Person Pluralregnenregneten
Konjunktiv: Vergangenheit
PersonKonjunktiv I: PerfektKonjunktiv II: Vergangenheit
3. Person Singularhabe/sei geregnethätte/wäre geregnet
3. Person Pluralhaben/seien geregnethätten/wären geregnet
Infinite Formen
FormWortform
Infinitivregnen
Infinitiv Perfektgeregnet haben
zu-Infinitivzu regnen
zu-Infinitiv Perfektgeregnet zu haben
Partizip Iregnend
Partizip IIgeregnet

Was bedeutet in Strömen regnen?

Die Verbindung in Strömen regnen beschreibt sehr starken Regen. „Als die Gruppe die Haltestelle erreicht, regnet es in Strömen“ hebt die Stärke anschaulich hervor. Eine genaue Niederschlagsmenge oder bestimmte Dauer ist damit nicht angegeben.