mulmig

Mulmig beschreibt meist ein unbehagliches, ängstliches oder leicht übles Gefühl. In der Verbindung mir ist mulmig kann körperliches und inneres Unwohlsein zusammenklingen.

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Was bedeutet mulmig?

Das Gefühl muss noch keine klare Angst vor einer bestimmten Sache sein. Oft drückt mulmig eine schwer benennbare Unsicherheit aus.

Seltener bezeichnet das Wort auch eine lockere, zerfallende Beschaffenheit wie Mulm. Diese sachliche Lesart unterscheidet sich vom heute vertrauteren Gefühl.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Vor dem ersten Auftritt wurde ihr mulmig.“ Die bevorstehende Situation löst Unbehagen aus.
  • „Beim Blick in die Tiefe hatte er ein mulmiges Gefühl.“ Körperlicher Eindruck und innere Unsicherheit können zusammenwirken.
  • „Die widersprüchlichen Nachrichten hinterließen ein mulmiges Gefühl.“ Die Ursache liegt hier in unklaren Informationen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Unsicher kann fehlende Gewissheit, mangelnde Festigkeit oder wenig Selbstvertrauen bedeuten. Mulmig beschreibt enger das unangenehme Empfinden.

Übel kann deutlicher auf Brechreiz hinweisen. Aus mulmig allein lässt sich weder eine bestimmte Erkrankung noch eine konkrete Gefahr ableiten.

Schreibweise und Grammatik

In mir ist mulmig steht die empfindende Person im Dativ: ihm wurde mulmig, uns ist mulmig. Attributiv: ein mulmiges Gefühl.

Steigerung

Mulmiger – am mulmigsten kann die Stärke des Empfindens vergleichen. Bei der seltenen Stoffbeschreibung reicht gewöhnlich die Grundform.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmulmigermulmigemulmigesmulmige
Genitivmulmigenmulmigermulmigenmulmiger
Dativmulmigemmulmigermulmigemmulmigen
Akkusativmulmigenmulmigemulmigesmulmige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmulmigemulmigemulmigemulmigen
Genitivmulmigenmulmigenmulmigenmulmigen
Dativmulmigenmulmigenmulmigenmulmigen
Akkusativmulmigenmulmigemulmigemulmigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmulmigermulmigemulmigesmulmigen
Genitivmulmigenmulmigenmulmigenmulmigen
Dativmulmigenmulmigenmulmigenmulmigen
Akkusativmulmigenmulmigemulmigesmulmigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Szene begleitet eine Figur kurz vor einer unbekannten Aufgabe.

Als der Vorhang aufging, wurde Lea mulmig. Sie überprüfte noch einmal den ersten Satz auf ihrer Karte und wartete auf das Zeichen der Moderatorin.

Die Szene zeigt Unbehagen und zugleich Vorbereitung. Das Gefühl macht Lea weder unfähig noch grundsätzlich ängstlich; entscheidend ist dieser Augenblick.

Welcher Fall steht in „Ihr wurde mulmig“?

Ihr ist hier Dativ. Der Satz benennt die Person, die das unangenehme Gefühl erlebt.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.