onomasiologisch

Onomasiologisch bedeutet von einem Begriff oder einer Bedeutung ausgehend und nach passenden sprachlichen Bezeichnungen fragend.

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Was bedeutet onomasiologisch?

Eine onomasiologische Suche beginnt mit dem, was man ausdrücken möchte. Wer verschiedene Wörter für das Sprechen sucht, kann beispielsweise sagen, flüstern, rufen und murmeln zusammentragen und ihre Unterschiede untersuchen. Die Richtung verläuft vom gemeinten Inhalt zu sprachlichen Ausdrücken.

Die gefundenen Wörter müssen nicht völlig gleichbedeutend sein. Sie können sich in Lautstärke, Absicht, Bewertung oder Verwendungssituation unterscheiden. Gerade beim Schreiben ist es hilfreich, diese Nuancen zu beachten, statt jedes gefundene Wort blind als Synonym einzusetzen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Das Wörterbuch ist onomasiologisch gegliedert.“ Es erschließt Wörter über Begriffe oder Bedeutungsbereiche.
  • „Die Gruppe geht bei der Wortsuche onomasiologisch vor.“ Sie beginnt mit einer Aussageabsicht und sucht geeignete Ausdrücke.
  • „Die Schreibgruppe sucht onomasiologisch nach Wörtern für unterschiedliche Arten des Gehens.“ Sie beginnt mit dem Vorgang und vergleicht mögliche Bezeichnungen. Schleichen und schlendern sind dabei nicht ohne Bedeutungsänderung austauschbar.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Semasiologisch geht umgekehrt von einem Wort aus und fragt nach seinen Bedeutungen.

Onomatopoetisch bedeutet lautmalerisch. Die ähnlich beginnenden Wörter beschreiben unterschiedliche Dinge.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet onomasiologisch: eine onomasiologische Ordnung. Das zugehörige Fachgebiet heißt Onomasiologie.

Steigerung

Die methodische Zuordnung wird gewöhnlich nicht gesteigert. Ein Nachschlagewerk kann allerdings stärker nach Begriffen statt nach alphabetischen Stichwörtern organisiert sein.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativonomasiologischeronomasiologischeonomasiologischesonomasiologische
Genitivonomasiologischenonomasiologischeronomasiologischenonomasiologischer
Dativonomasiologischemonomasiologischeronomasiologischemonomasiologischen
Akkusativonomasiologischenonomasiologischeonomasiologischesonomasiologische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativonomasiologischeonomasiologischeonomasiologischeonomasiologischen
Genitivonomasiologischenonomasiologischenonomasiologischenonomasiologischen
Dativonomasiologischenonomasiologischenonomasiologischenonomasiologischen
Akkusativonomasiologischenonomasiologischeonomasiologischeonomasiologischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativonomasiologischeronomasiologischeonomasiologischesonomasiologischen
Genitivonomasiologischenonomasiologischenonomasiologischenonomasiologischen
Dativonomasiologischenonomasiologischenonomasiologischenonomasiologischen
Akkusativonomasiologischenonomasiologischeonomasiologischesonomasiologischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Schreibaufgabe soll eine leise, kaum verständliche Äußerung beschrieben werden. Die Gruppe vergleicht flüstern, murmeln und nuscheln.

Die Suche ist onomasiologisch, weil sie vom auszudrückenden Vorgang zu möglichen Wörtern führt.

Die endgültige Wahl hängt von der Szene ab: Leise sprechen, vor sich hin sprechen und undeutlich artikulieren sind nicht identisch. Die Suchrichtung liefert Möglichkeiten, ersetzt aber nicht den Bedeutungsvergleich.

Geht eine onomasiologische Suche von einem bekannten Wort zu seinen Bedeutungen?

Nein. Sie beginnt beim gemeinten Inhalt und sucht sprachliche Bezeichnungen. Die umgekehrte Richtung heißt semasiologisch.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.