renommiert

Renommiert bedeutet einen guten Ruf besitzend und in einem bestimmten Bereich anerkannt.

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Was bedeutet renommiert?

Eine renommierte Einrichtung oder Person genießt Ansehen, beispielsweise wegen überzeugender Arbeit, besonderer Leistungen oder langjähriger Fachkenntnis. Das Wort betrifft den Ruf bei anderen. Es ist nicht einfach eine Aussage über große Bekanntheit.

Der Bezugsbereich ist wichtig: Eine Restauratorin kann in ihrer Fachwelt renommiert und der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt sein. Ebenso ist ein renommierter Verlag nicht automatisch für jede Art von Veröffentlichung besonders geeignet.

Renommee ersetzt keine Prüfung einzelner Aussagen oder Leistungen. Auch eine renommierte Person kann sich irren, und ein guter Ruf in einem Gebiet begründet keine besondere Kompetenz in allen anderen Gebieten.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Ausstellung entstand mit einer renommierten Restauratorin.“ Ihr guter fachlicher Ruf wird hervorgehoben.
  • „Das kleine Institut ist in diesem Forschungsgebiet renommiert.“ Anerkennung setzt keine große Öffentlichkeit voraus.
  • „Auch den Beitrag eines renommierten Autors prüft die Redaktion sorgfältig.“ Ansehen und Richtigkeit der einzelnen Aussage werden getrennt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Angesehen ist eine sehr nahe Umschreibung. Renommiert wird besonders für fachlich oder beruflich anerkannten Ruf verwendet.

Berühmt hebt starke Bekanntheit hervor. Beliebt betrifft positive Aufnahme oder Vorliebe; beides ist nicht identisch mit fachlichem Renommee.

Schreibweise und Grammatik

Man schreibt renommiert, mit mm und -iert: eine renommierte Werkstatt. Das verwandte Nomen heißt Renommee. Die Verbform er renommiert kann dagegen prahlt bedeuten und ist grammatisch gesondert zu lesen.

Steigerung

Die Formen lauten renommiert – renommierter – am renommiertesten. Ein solcher Vergleich sollte auf einen benannten Bereich und nachvollziehbare Anerkennung bezogen werden.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrenommierterrenommierterenommiertesrenommierte
Genitivrenommiertenrenommierterrenommiertenrenommierter
Dativrenommiertemrenommierterrenommiertemrenommierten
Akkusativrenommiertenrenommierterenommiertesrenommierte
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrenommierterenommierterenommierterenommierten
Genitivrenommiertenrenommiertenrenommiertenrenommierten
Dativrenommiertenrenommiertenrenommiertenrenommierten
Akkusativrenommiertenrenommierterenommierterenommierten
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrenommierterrenommierterenommiertesrenommierten
Genitivrenommiertenrenommiertenrenommiertenrenommierten
Dativrenommiertenrenommiertenrenommiertenrenommierten
Akkusativrenommiertenrenommierterenommiertesrenommierten

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Vorstellung einer Übersetzerin nennt ein Programmheft sie renommiert. Anschließend erläutert es, dass ihre Arbeiten in der betreffenden Fachgemeinschaft seit Jahren geschätzt werden.

Die Bezeichnung wird durch den konkreten Bereich ihres guten Rufs verständlich. Eine bloße Behauptung besonderer Qualität wäre weniger aussagekräftig.

Das Beispiel erfindet keine Auszeichnung oder echte Biografie. Es zeigt, welche Art von Zusatzinformation die wertende Bezeichnung nachvollziehbar machen kann.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.