restlich

Restlich bedeutet nach einem bereits abgetrennten, verbrauchten oder behandelten Teil noch übrig.

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Was bedeutet restlich?

Die restlichen Aufgaben sind diejenigen, die nach den bereits erledigten Aufgaben noch zu bearbeiten sind. Restliches Material ist das Material, das nach der bisherigen Verwendung verbleibt. Das Wort setzt also einen zuvor bestimmten Gesamtumfang voraus.

Restlich bewertet den verbleibenden Teil nicht als weniger wichtig. Die restlichen Kapitel eines Buches können den entscheidenden Schluss enthalten. Auch die Anzahl lässt sich ohne Kenntnis des Gesamtumfangs und des bereits behandelten Teils nicht bestimmen.

Für verständliche Texte sollte der Bezug eindeutig sein. Bei die restlichen Personen muss erkennbar bleiben, welche Gruppe gemeint ist und wer bereits gesondert betrachtet wurde.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die ersten beiden Aufgaben sind gelöst; die restlichen drei folgen morgen.“ Gesamtumfang und verbleibender Teil lassen sich aus der Angabe erschließen.
  • „Sie legt das restliche Papier zurück in die Schublade.“ Gemeint ist der nach der bisherigen Arbeit noch vorhandene Teil.
  • „In den restlichen Kapiteln verändert sich das Verhältnis der Figuren.“ Das Adjektiv ordnet die Kapitel innerhalb des bereits teilweise betrachteten Buchs ein.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Übrig ist bedeutungsnah: das restliche Geld entspricht dem Geld, das noch übrig ist. Die beiden Formen haben aber nicht immer dieselbe Satzstellung.

Restlos bezeichnet das Gegenteil eines verbleibenden Restes: etwas vollständig und ohne Rest entfernen oder verbrauchen.

Weitere kann zusätzliche Teile meinen, ohne sie als gesamten verbleibenden Rest einer bekannten Menge festzulegen.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet restlich. Das Adjektiv steht gewöhnlich vor einem Substantiv: die restliche Zeit, mit den restlichen Blättern. Für eine Aussage nach dem Verb verwendet man meist übrig: Drei Blätter sind übrig.

Steigerung

Restlich wird nicht gesteigert. Verglichen werden kann die Größe des Restes, etwa mehr restliches Material, nicht ein höherer Grad von restlich.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrestlicherrestlicherestlichesrestliche
Genitivrestlichenrestlicherrestlichenrestlicher
Dativrestlichemrestlicherrestlichemrestlichen
Akkusativrestlichenrestlicherestlichesrestliche
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrestlicherestlicherestlicherestlichen
Genitivrestlichenrestlichenrestlichenrestlichen
Dativrestlichenrestlichenrestlichenrestlichen
Akkusativrestlichenrestlicherestlicherestlichen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrestlicherrestlicherestlichesrestlichen
Genitivrestlichenrestlichenrestlichenrestlichen
Dativrestlichenrestlichenrestlichenrestlichen
Akkusativrestlichenrestlicherestlichesrestlichen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Gruppenarbeit verteilt eine Schülerin zunächst die Recherche. Anschließend übernimmt sie die restlichen Aufgaben: Bilder auswählen und die Ergebnisse ordnen.

Die restlichen Aufgaben sind die nach der ersten Verteilung noch offenen Arbeitsschritte. Die Formulierung zeigt ihre Stellung im Ablauf.

Sie besagt nicht, dass diese Aufgaben besonders leicht sind. Für eine Bewertung der Arbeitsverteilung müssen Umfang und Schwierigkeit mitbetrachtet werden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.