schartig

Schartig beschreibt etwas, das Scharten, Kerben oder ausgebrochene Stellen aufweist, besonders an einer Kante oder Schneide.

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Was bedeutet schartig?

Eine Scharte ist eine kleine Beschädigung, bei der eine Kante nicht mehr gleichmäßig verläuft. Eine schartige Klinge hat deshalb einzelne Kerben oder Ausbrüche. Das Adjektiv lenkt den Blick auf diese Unregelmäßigkeiten.

Der Ausdruck lässt offen, wodurch die Scharten entstanden sind. Abnutzung, ein Stoß oder eine andere Beanspruchung kommen als Ursachen infrage, müssen aber gesondert belegt werden. Aus der Beschreibung allein ergibt sich auch nicht, welche Reparatur möglich oder sinnvoll wäre.

Bei einer Gegenstandsbeschreibung ist es nützlich, die betroffene Stelle zu benennen. Eine schartige Schneide ist genauer als eine pauschale Aussage über den gesamten Gegenstand.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die alte Messerklinge hat eine schartige Schneide.“ An der Schneide befinden sich einzelne Beschädigungen.
  • „Im Streiflicht wird der schartige Rand deutlich sichtbar.“ Die Beleuchtung macht die Kerben erkennbar.
  • „Der Griff ist glatt, die Kante dagegen schartig.“ Verschiedene Bereiche desselben Gegenstands werden unterschieden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Stumpf beschreibt bei einer Schneide fehlende Schärfe. Schartig bezeichnet dagegen einzelne Kerben. Beides kann zusammen vorkommen, ist aber nicht dasselbe.

Zerkratzt betrifft Kratzer an einer Oberfläche. Gezahnt kann eine absichtlich geformte Kante bezeichnen; die Scharten einer schartigen Kante sind gewöhnlich als Beschädigungen gemeint.

Schreibweise und Grammatik

Schartig wird mit a und einem r geschrieben. Formen sind ein schartiger Rand, eine schartige Klinge und mit schartigen Kanten. Das zugehörige Nomen heißt Scharte.

Steigerung

Die Steigerung lautet schartig – schartiger – am schartigsten. Sie kann eine stärkere oder umfangreichere Beschädigung vergleichen; Zahl und Größe der Scharten sind genauer zu benennen.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschartigerschartigeschartigesschartige
Genitivschartigenschartigerschartigenschartiger
Dativschartigemschartigerschartigemschartigen
Akkusativschartigenschartigeschartigesschartige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschartigeschartigeschartigeschartigen
Genitivschartigenschartigenschartigenschartigen
Dativschartigenschartigenschartigenschartigen
Akkusativschartigenschartigeschartigeschartigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschartigerschartigeschartigesschartigen
Genitivschartigenschartigenschartigenschartigen
Dativschartigenschartigenschartigenschartigen
Akkusativschartigenschartigeschartigesschartigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Inventarszene beschreibt eine Person ein altes Werkzeug für eine Ausstellung. Sie betrachtet Griff, Fläche und Schneide getrennt.

Das Werkzeug besitzt eine schartige Schneide: Mehrere kleine Kerben unterbrechen die sonst gerade Kante. Der Holzgriff ist dagegen weitgehend glatt.

Die Beschreibung stützt das Adjektiv auf sichtbare Merkmale. Sie erfindet keine Nutzungsgeschichte und behauptet nicht, das Werkzeug sei gefahrlos einsatzbereit.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.