schrundig

Schrundig bedeutet rau und von Rissen, Spalten oder tiefen Unebenheiten geprägt.

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Was bedeutet schrundig?

Besonders häufig wird schrundig auf Haut bezogen, daneben auch auf Oberflächen wie Baumrinde oder Gestein. Das Wort macht kleine oder größere Risse anschaulich. Es beschreibt damit genauer als rau, welche Art von Unebenheit wahrgenommen wird.

In literarischen Beschreibungen kann schrundig den Eindruck von Beanspruchung, Alter oder Verwitterung unterstützen. Diese Deutung muss jedoch vom sichtbaren Merkmal unterschieden werden. Eine rissige Oberfläche verrät nicht für sich allein ihre gesamte Entstehungsgeschichte.

Auch ein schrundiger Charme ist als übertragene Formulierung möglich. Sie verbindet eine unglatte, beschädigt wirkende Erscheinung mit einer positiven Wirkung. Der Ausdruck zeigt dann deutlich die bewertende Perspektive des Sprechers.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Figur fährt mit dem Blick über die schrundige Rinde.“ Risse und Unebenheiten werden anschaulich beschrieben.
  • „Der Erzähler erwähnt die schrundigen Hände des Arbeiters.“ Er nennt zunächst ein sichtbares Hautmerkmal.
  • „Der Text spricht vom schrundigen Charme einer alten Mauer.“ Ein rauer Zustand wird zugleich als reizvoll bewertet.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Rau ist weiter gefasst. Eine raue Oberfläche muss nicht die für schrundig charakteristischen Risse oder Spalten zeigen.

Rissig beschreibt die Risse unmittelbar und oft neutraler. Schrundig kann einen stärker bildhaften Gesamteindruck erzeugen.

Schreibweise und Grammatik

Schrundig schreibt man mit u und d; daneben begegnet schründig. Gebeugt heißt es ein schrundiger Stamm, eine schrundige Oberfläche und mit schrundigen Händen.

Steigerung

Die Steigerung lautet schrundig – schrundiger – am schrundigsten. Verglichen wird eine stärker ausgeprägte rissige Beschaffenheit, nicht automatisch ein bestimmtes Alter.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschrundigerschrundigeschrundigesschrundige
Genitivschrundigenschrundigerschrundigenschrundiger
Dativschrundigemschrundigerschrundigemschrundigen
Akkusativschrundigenschrundigeschrundigesschrundige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschrundigeschrundigeschrundigeschrundigen
Genitivschrundigenschrundigenschrundigenschrundigen
Dativschrundigenschrundigenschrundigenschrundigen
Akkusativschrundigenschrundigeschrundigeschrundigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschrundigerschrundigeschrundigesschrundigen
Genitivschrundigenschrundigenschrundigenschrundigen
Dativschrundigenschrundigenschrundigenschrundigen
Akkusativschrundigenschrundigeschrundigesschrundigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung werden zuerst eine glatte neue Tür und anschließend das schrundige Holz eines alten Tores beschrieben. Die Überarbeitung benennt die Risse und erklärt, wie der Gegensatz zwischen beiden Oberflächen auf den Betrachter wirkt.

Das schrundige Tor wirkt durch seine sichtbaren Risse und Unebenheiten stärker beansprucht. Die Beschreibung macht den Unterschied zur glatten Tür anschaulich.

Der Eindruck ist eine Deutung der Szene. Das Wort allein beweist weder das tatsächliche Alter des Holzes noch bei Haut eine konkrete medizinische Ursache.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.