struppig

Struppig bedeutet bei Haaren oder Fell borstig, ungeordnet und nach verschiedenen Richtungen abstehend.

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Was bedeutet struppig?

Struppig beschreibt die sichtbare Beschaffenheit und Anordnung von Haaren. Ein struppiger Bart oder ein struppiges Fell wirkt wenig glatt, häufig auch etwas rau oder borstig. Das Wort sagt nicht zwingend, dass die Haare schmutzig sind.

Eine solche Erscheinung kann verschiedene Ursachen haben: Wind, eine natürliche Haarstruktur oder das Liegen und Bewegen der Haare. Aus struppigem Aussehen allein lässt sich deshalb keine dauerhafte Vernachlässigung ableiten.

In einer Erzählung kann das Adjektiv einen lebhaften oder ungeordneten äußeren Eindruck erzeugen. Welche Stimmung daraus entsteht, hängt von weiteren Beschreibungen ab; struppig bedeutet nicht automatisch unfreundlich oder gefährlich.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Nach dem Windstoß stehen die Haare struppig ab.“ Die Szene nennt einen unmittelbaren Anlass für die ungeordnete Form.
  • „Der Hund hat ein struppiges Fell mit unterschiedlich abstehenden Haaren.“ Die Beschreibung erklärt, worin der sichtbare Eindruck besteht.
  • „Unter der Mütze kommt ein struppiger Haarschopf zum Vorschein.“ Der Ausdruck macht die unregelmäßige Anordnung anschaulich.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Zerzaust betont häufig, dass Haare durcheinandergebracht wurden. Struppig kann auch eine länger bestehende, borstige Beschaffenheit meinen.

Schmutzig betrifft Verunreinigung. Auch sauberes Haar kann struppig aussehen; beides sollte in einer Beschreibung getrennt bleiben.

Schreibweise und Grammatik

Struppig wird mit zwei p geschrieben. Formen sind ein struppiger Bart, eine struppige Mähne und mit struppigem Fell. Nach aussehen steht die unveränderte Form: struppig aussehen.

Steigerung

Die Steigerung lautet struppig – struppiger – am struppigsten. Ein Vergleich kann sich auf das stärkere Abstehen, die Unordnung oder den borstigen Eindruck beziehen.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativstruppigerstruppigestruppigesstruppige
Genitivstruppigenstruppigerstruppigenstruppiger
Dativstruppigemstruppigerstruppigemstruppigen
Akkusativstruppigenstruppigestruppigesstruppige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativstruppigestruppigestruppigestruppigen
Genitivstruppigenstruppigenstruppigenstruppigen
Dativstruppigenstruppigenstruppigenstruppigen
Akkusativstruppigenstruppigestruppigestruppigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativstruppigerstruppigestruppigesstruppigen
Genitivstruppigenstruppigenstruppigenstruppigen
Dativstruppigenstruppigenstruppigenstruppigen
Akkusativstruppigenstruppigestruppigesstruppigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Geschichte nimmt eine Figur nach einer stürmischen Fahrt ihre Mütze ab. Die Haare stehen in mehreren Richtungen ab. Sie streicht darüber, ohne dass sie sofort glatt liegen.

Der Haarschopf wirkt struppig. Die Bewegung und das Abstehen der Haare vermitteln einen unordentlichen, vom Wind geprägten Eindruck.

Die Beschreibung bleibt beim äußeren Erscheinungsbild und dessen genanntem Anlass. Sie erklärt daraus weder den Charakter noch die allgemeine Sorgfalt der Figur.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.