synchronisch

Synchronisch bedeutet besonders in der Sprachwissenschaft auf die Verhältnisse innerhalb einer bestimmten Zeitstufe bezogen. Allgemeiner kann es auch zeitlich gleichlaufend heißen.

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Was bedeutet synchronisch?

Eine synchronische Untersuchung fragt, wie die Elemente einer Sprache zu einem gewählten Zeitpunkt oder in einem begrenzten Zeitabschnitt zusammenwirken. Sie kann zum Beispiel Formen, Bedeutungen oder regionale Unterschiede dieses Zustands vergleichen.

Der betrachtete Sprachzustand muss nicht der heutige sein. Auch eine Untersuchung der Sprache einer früheren Epoche kann synchronisch angelegt sein.

Das Gegenstück ist die diachronische Perspektive auf Veränderungen zwischen Zeitstufen. Beide Ansätze können in derselben Untersuchung kombiniert werden; das Adjektiv kennzeichnet die jeweilige Fragestellung.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die synchronische Beschreibung vergleicht die Wortformen innerhalb einer Zeitstufe.“ Die Beziehungen im gewählten Zustand stehen im Mittelpunkt.
  • „Eine synchronische Untersuchung kann verschiedene Dialekte derselben Epoche einbeziehen.“ Zeitliche Begrenzung bedeutet nicht räumliche Einheitlichkeit.
  • „Anschließend ergänzt die Arbeit den synchronischen Vergleich durch eine historische Entwicklungslinie.“ Die Untersuchung wechselt bewusst die Perspektive.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Synchron kann in der Sprachwissenschaft dieselbe Bedeutung tragen. Im Alltag ist diese kürzere Form bei abgestimmten Bewegungen verbreiteter.

Diachron heißt auf die Entwicklung über die Zeit bezogen. Historisch und synchronisch schließen sich dagegen nicht aus.

Schreibweise und Grammatik

Synchronisch wird mit y und chr geschrieben: eine synchronische Analyse. Es ist ein Adjektiv; Synchronie ist das zugehörige Substantiv.

Steigerung

Bei dieser methodischen Zuordnung ist keine Steigerung üblich.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativsynchronischersynchronischesynchronischessynchronische
Genitivsynchronischensynchronischersynchronischensynchronischer
Dativsynchronischemsynchronischersynchronischemsynchronischen
Akkusativsynchronischensynchronischesynchronischessynchronische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativsynchronischesynchronischesynchronischesynchronischen
Genitivsynchronischensynchronischensynchronischensynchronischen
Dativsynchronischensynchronischensynchronischensynchronischen
Akkusativsynchronischensynchronischesynchronischesynchronischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativsynchronischersynchronischesynchronischessynchronischen
Genitivsynchronischensynchronischensynchronischensynchronischen
Dativsynchronischensynchronischensynchronischensynchronischen
Akkusativsynchronischensynchronischesynchronischessynchronischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Forschungsaufgabe werden Briefe aus einem eng begrenzten historischen Zeitraum verglichen. Gefragt wird, welche Anredeformen damals nebeneinander verwendet wurden.

Die Frage ist synchronisch, weil sie die Verhältnisse innerhalb der gewählten Zeitstufe untersucht. Für eine diachronische Frage müssten Veränderungen zwischen verschiedenen Zeitstufen hinzukommen.

Ein Zeitraum ist immer eine begründete Eingrenzung. Das Wort behauptet nicht, dass innerhalb dieser Spanne überhaupt kein Wandel stattgefunden hätte.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.