unsympathisch

Unsympathisch bedeutet bei jemandem Abneigung oder einen unangenehmen persönlichen Eindruck hervorrufend.

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Was bedeutet unsympathisch?

Unsympathisch beschreibt eine Wirkung auf einen Betrachter. Eine Person, ihre Stimme, ihr Auftreten oder eine bestimmte Verhaltensweise kann jemandem unsympathisch sein. Das Empfinden ist nicht bei allen Menschen gleich.

Die Aussage Er ist mir unsympathisch macht die Perspektive ausdrücklich sichtbar. Sie ist kein Beweis, dass die betreffende Person schlechte Absichten hat. In einer Analyse ist deshalb zwischen der Wirkung einer Figur und ihrem tatsächlich geschilderten Verhalten zu unterscheiden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Figur wirkt auf mich unsympathisch, weil sie andere ständig unterbricht.“ Eine persönliche Wirkung wird durch ein konkretes Verhalten begründet.
  • „Ihr war der neue Nachbar zunächst unsympathisch; später lernte sie eine hilfsbereite Seite kennen.“ Ein erster Eindruck kann sich verändern.
  • „Die unsympathische Wirkung seiner Stimme sagt nichts darüber aus, ob seine Erklärung stimmt.“ Persönliche Abneigung wird von der sachlichen Richtigkeit getrennt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Unangenehm ist weiter gefasst und passt auch zu Gerüchen oder Temperaturen. Unsympathisch betrifft vor allem einen persönlichen oder sozialen Eindruck.

Verhasst bezeichnet eine wesentlich stärkere Ablehnung. Nicht jede unsympathisch wirkende Person wird gehasst.

Schreibweise und Grammatik

Man schreibt unsympathisch mit y, th und der Endung -isch. Typisch ist jemandem unsympathisch sein mit Dativ: mir, ihr, den Besuchern.

Steigerung

Die Steigerung lautet unsympathisch – unsympathischer – am unsympathischsten. Sie vergleicht die Wirkung aus einer bestimmten Perspektive, keine objektiv messbare Eigenschaft.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunsympathischerunsympathischeunsympathischesunsympathische
Genitivunsympathischenunsympathischerunsympathischenunsympathischer
Dativunsympathischemunsympathischerunsympathischemunsympathischen
Akkusativunsympathischenunsympathischeunsympathischesunsympathische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunsympathischeunsympathischeunsympathischeunsympathischen
Genitivunsympathischenunsympathischenunsympathischenunsympathischen
Dativunsympathischenunsympathischenunsympathischenunsympathischen
Akkusativunsympathischenunsympathischeunsympathischeunsympathischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunsympathischerunsympathischeunsympathischesunsympathischen
Genitivunsympathischenunsympathischenunsympathischenunsympathischen
Dativunsympathischenunsympathischenunsympathischenunsympathischen
Akkusativunsympathischenunsympathischeunsympathischesunsympathischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung beantwortet eine Figur jede Bitte zunächst mit einem spöttischen Kommentar. Die Erzählerin berichtet, dass sie Gespräche mit dieser Person zu vermeiden beginnt.

Die Figur wirkt auf die Erzählerin unsympathisch. Wiederholter Spott prägt ihren Eindruck und erklärt, warum sie weiteren Gesprächen ausweicht.

Der Absatz nennt die wahrnehmende Person und die Grundlage ihres Urteils. Er lässt offen, ob andere Figuren denselben Eindruck teilen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.