verrechenbar

Verrechenbar bedeutet mit einem anderen Betrag oder einer entsprechenden Leistung gegeneinander aufzurechnen.

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Was bedeutet verrechenbar?

Verrechenbar beschreibt, dass zwei Größen in einer Abrechnung miteinander berücksichtigt werden können. Beispielsweise kann eine vereinbarte Gutschrift von einem späteren Rechnungsbetrag abgezogen werden. Ob und wie das möglich ist, hängt von der jeweiligen Vereinbarung oder Regelung ab.

Bildhaft wird das Wort auch verwendet, wenn Handlungen oder Leistungen wie Posten einer Rechnung gegeneinander aufgewogen werden. Gerade zwischenmenschliche Leistungen gelten dabei häufig als nicht einfach verrechenbar: Eine Freundlichkeit gleicht nicht automatisch eine völlig andersartige Verletzung aus.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Im erfundenen Angebot sind zehn Euro Gutschrift mit dem nächsten Einkauf verrechenbar.“ Die Bedingungen des Beispiels erlauben ausdrücklich die Anrechnung.
  • „Bei einem Preis von dreißig Euro bleiben nach der vereinbarten Anrechnung zwanzig Euro zu zahlen.“ Die Rechnung veranschaulicht die zuvor genannte Gutschrift.
  • „Die Figur hält Vertrauen und Gefälligkeiten nicht für beliebig verrechenbar.“ Der Ausdruck wird bildhaft auf unterschiedliche zwischenmenschliche Leistungen übertragen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Vergleichbar bedeutet, anhand passender Merkmale miteinander verglichen werden zu können. Verrechenbar verlangt darüber hinaus eine Möglichkeit, Größen gegeneinander zu berücksichtigen.

Umgerechnet bezeichnet eine Übertragung in eine andere Einheit oder Berechnungsform. Verrechnen betrifft hingegen das Gegenüberstellen und Berücksichtigen von Posten.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet verrechenbar mit doppeltem r nach ve. Typisch ist die Verbindung mit etwas verrechenbar: mit einem späteren Betrag verrechenbar. Formen sind eine verrechenbare Gutschrift und verrechenbare Beträge.

Steigerung

Verrechenbar wird gewöhnlich nicht gesteigert. Genauere Angaben lauten vollständig oder teilweise verrechenbar und benennen den Umfang der Anrechnung.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativverrechenbarerverrechenbareverrechenbaresverrechenbare
Genitivverrechenbarenverrechenbarerverrechenbarenverrechenbarer
Dativverrechenbaremverrechenbarerverrechenbaremverrechenbaren
Akkusativverrechenbarenverrechenbareverrechenbaresverrechenbare
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativverrechenbareverrechenbareverrechenbareverrechenbaren
Genitivverrechenbarenverrechenbarenverrechenbarenverrechenbaren
Dativverrechenbarenverrechenbarenverrechenbarenverrechenbaren
Akkusativverrechenbarenverrechenbareverrechenbareverrechenbaren
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativverrechenbarerverrechenbareverrechenbaresverrechenbaren
Genitivverrechenbarenverrechenbarenverrechenbarenverrechenbaren
Dativverrechenbarenverrechenbarenverrechenbarenverrechenbaren
Akkusativverrechenbarenverrechenbareverrechenbaresverrechenbaren

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene möchte eine Figur eine vergessene Zusage mit einem Geschenk ausgleichen. Die andere erklärt, dass ihr verlässliches Einhalten von Absprachen wichtiger ist.

Für die zweite Figur sind Geschenk und Verlässlichkeit nicht einfach verrechenbar. Sie betrachtet beide als unterschiedliche Arten des Umgangs, die sich nicht wie Geldbeträge gegeneinander aufheben lassen.

Die Analyse erläutert die bildhafte Übertragung aus dem Rechnen. Sie behauptet keine allgemeine Regel, nach der jedes Geschenk bedeutungslos wäre.

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