wasserscheu

Wasserscheu beschreibt jemanden oder ein Tier, der beziehungsweise das Wasserkontakt meidet oder eine deutliche Abneigung dagegen zeigt.

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Was bedeutet wasserscheu?

Das Wort kann sich auf Baden, Schwimmen oder auf eine bestimmte Art von Wasserkontakt beziehen. Eine Person kann ungern ins kalte Wasser gehen, ohne Wasser in jeder Situation zu meiden. Der konkrete Zusammenhang verhindert ein zu pauschales Urteil.

Wasserscheu ist eine alltagssprachliche Beschreibung, keine fertige medizinische Erklärung. Sie besagt weder, warum die Abneigung besteht, noch wie gut jemand schwimmen kann. In scherzhaftem Gebrauch kann sie harmlos gemeint sein, bei anderen aber abwertend ankommen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der Hund bleibt wasserscheu am Ufer stehen und weicht vor den kleinen Wellen zurück.“ Die Bezeichnung wird durch sichtbares Meiden gestützt.
  • „Beim Baden im kalten See zeigt sich Tim heute besonders wasserscheu.“ Die Aussage wird auf die konkrete Situation begrenzt.
  • „Die Figur nennt sich scherzhaft wasserscheu, obwohl sie gern duscht.“ Der Kontext zeigt, dass keine vollständige Ablehnung jedes Wasserkontakts gemeint ist.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Nichtschwimmer bezeichnet eine fehlende Schwimmfähigkeit, keine Abneigung gegen Wasser. Beide Merkmale dürfen nicht gleichgesetzt werden.

Wasserabweisend betrifft dagegen eine Materialeigenschaft. Ein Stoff empfindet keine Scheu; die Übertragung menschlicher Gefühle würde hier die sachliche Beschreibung verdecken.

Schreibweise und Grammatik

Wasserscheu wird zusammengeschrieben. Vor Nomen stehen Formen wie ein wasserscheuer Hund, eine wasserscheue Figur. Der Stamm endet auf scheu; daran treten die Beugungsendungen.

Steigerung

Die Formen lauten wasserscheu – wasserscheuer – am wasserscheuesten; auch am wasserscheusten ist möglich. Der Vergleich sollte eine tatsächlich beobachtete Abneigung betreffen.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwasserscheuerwasserscheuewasserscheueswasserscheue
Genitivwasserscheuenwasserscheuerwasserscheuenwasserscheuer
Dativwasserscheuemwasserscheuerwasserscheuemwasserscheuen
Akkusativwasserscheuenwasserscheuewasserscheueswasserscheue
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwasserscheuewasserscheuewasserscheuewasserscheuen
Genitivwasserscheuenwasserscheuenwasserscheuenwasserscheuen
Dativwasserscheuenwasserscheuenwasserscheuenwasserscheuen
Akkusativwasserscheuenwasserscheuewasserscheuewasserscheuen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwasserscheuerwasserscheuewasserscheueswasserscheuen
Genitivwasserscheuenwasserscheuenwasserscheuenwasserscheuen
Dativwasserscheuenwasserscheuenwasserscheuenwasserscheuen
Akkusativwasserscheuenwasserscheuewasserscheueswasserscheuen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung bleiben zwei Kinder am See. Eines möchte wegen der Kälte nicht hineingehen, das andere kann noch nicht schwimmen.

Nur beim ersten Kind beschreibt wasserscheu in dieser Szene eine erkennbare Abneigung. Beim zweiten ist zunächst lediglich die fehlende Schwimmfähigkeit bekannt.

Die Unterscheidung verhindert, dass aus demselben sichtbaren Verhalten ohne weitere Hinweise dieselbe innere Ursache abgeleitet wird.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.