weißfeldrig

Weißfeldrig bedeutet im Schach die hellen, traditionell weißen Felder betreffend. Bei einem Läufer bezeichnet es die Felderfarbe, auf der er sich bewegt, nicht die Farbe seiner Figur.

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Was bedeutet weißfeldrig?

Ein weißfeldriger Läufer bleibt bei seinen normalen diagonalen Zügen auf hellen Feldern. Er kann dabei eine weiße oder eine schwarze Figur sein. Die Unterscheidung weißfeldrig/schwarzfeldrig betrifft also das Brett; Weiß/Schwarz bezeichnet dagegen die beiden Spielparteien.

Auch Schwächen oder bestimmte Diagonalen können als weißfeldrig beschrieben werden. Damit wird eine Gruppe von Feldern hervorgehoben. Ob tatsächlich eine Schwäche besteht, hängt von der Stellung ab und ergibt sich nicht allein aus der hellen Farbe.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Schwarz entwickelt seinen weißfeldrigen Läufer.“ Schwarz nennt die Spielpartei, weißfeldrig die Feldfarbe des Läufers.
  • „Der Läufer zieht auf der weißfeldrigen Diagonale von f1 nach c4.“ Die Felder dieser Diagonale sind hell; der Zug dient hier nur als anschauliches Bewegungsmuster ohne vollständige Partie.
  • „Die Analyse beschreibt weißfeldrige Schwächen rund um den König.“ Gemeint ist die Stellung auf hellen Feldern, nicht die Farbe der betroffenen Figuren.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Weiß kann eine Figurenfarbe oder eine Brettfarbe benennen. Weißfeldrig präzisiert, dass es um Felder geht.

Schwarzfeldrig bezeichnet entsprechend dunkle Felder. Ein weißer Läufer kann schwarzfeldrig sein; ein schwarzer Läufer kann weißfeldrig sein.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet weißfeldrig, mit ß und der Endung -rig: ein weißfeldriger Läufer. In der Schweiz und Liechtenstein schreibt man weissfeldrig.

Steigerung

Als Zuordnung zu einer Feldfarbe wird das Wort nicht gewöhnlich gesteigert. Ein Läufer ist nicht in einem höheren Grad weißfeldrig als ein anderer.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativweißfeldrigerweißfeldrigeweißfeldrigesweißfeldrige
Genitivweißfeldrigenweißfeldrigerweißfeldrigenweißfeldriger
Dativweißfeldrigemweißfeldrigerweißfeldrigemweißfeldrigen
Akkusativweißfeldrigenweißfeldrigeweißfeldrigesweißfeldrige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativweißfeldrigeweißfeldrigeweißfeldrigeweißfeldrigen
Genitivweißfeldrigenweißfeldrigenweißfeldrigenweißfeldrigen
Dativweißfeldrigenweißfeldrigenweißfeldrigenweißfeldrigen
Akkusativweißfeldrigenweißfeldrigeweißfeldrigeweißfeldrigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativweißfeldrigerweißfeldrigeweißfeldrigesweißfeldrigen
Genitivweißfeldrigenweißfeldrigenweißfeldrigenweißfeldrigen
Dativweißfeldrigenweißfeldrigenweißfeldrigenweißfeldrigen
Akkusativweißfeldrigenweißfeldrigeweißfeldrigesweißfeldrigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Schachstunde soll ein Kind den weißfeldrigen Läufer der schwarzen Seite zeigen. Es greift zunächst nach einer weißen Figur.

Gesucht ist eine schwarze Figur auf den weißen Feldern: Der Zusatz weißfeldrig bezeichnet ihre Felderfarbe und nicht ihre Zugehörigkeit zu Weiß.

Die Erklärung trennt zwei unabhängig verwendete Farbangaben. Dadurch wird die scheinbar widersprüchliche Verbindung schwarzer weißfeldriger Läufer verständlich.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.