westgermanisch

Westgermanisch bedeutet vor allem zur westgermanischen Gruppe der germanischen Sprachen gehörend oder diese betreffend. In historischen Darstellungen kann es außerdem auf die als Westgermanen bezeichneten Gruppen bezogen sein.

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Was bedeutet westgermanisch?

In der Sprachwissenschaft ist westgermanisch eine Gruppenzuordnung. Deutsch und Englisch werden beispielsweise in diesem Zusammenhang miteinander verglichen. Das Adjektiv bezeichnet dabei sprachgeschichtliche Beziehungen und keine heutige westliche Lage sämtlicher Sprecher.

Ein sprachlicher und ein historischer Bevölkerungsbezug sind nicht gleichzusetzen. Aus der Verwendung einer westgermanischen Sprache lässt sich keine bestimmte persönliche Abstammung, Staatsangehörigkeit oder Weltanschauung ableiten. Die untersuchte Ebene sollte der Text deutlich nennen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Das Seminar vergleicht westgermanische Verbformen.“ Die Formen werden sprachwissenschaftlich eingeordnet.
  • „Deutsch und Englisch gehören zu den westgermanischen Sprachen.“ Zwei Einzelsprachen werden derselben größeren Gruppe zugeordnet.
  • „Die Ausstellung erklärt, wie eine historische Quelle westgermanisch verwendet.“ Hier wird der historische Gebrauch eigens untersucht.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Germanisch ist die weitere sprachliche Gruppenzuordnung. Westgermanisch bezeichnet innerhalb dieses Zusammenhangs einen bestimmten Zweig.

Westdeutsch ist etwas anderes: Es betrifft eine geografische oder historische Einordnung innerhalb Deutschlands, keine Sprachengruppe.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet westgermanisch, zusammen: eine westgermanische Sprache. Als substantivische Gruppenbezeichnung schreibt man das Westgermanische.

Steigerung

Die sachliche Gruppenzuordnung wird gewöhnlich nicht gesteigert. Sprachliche Nähe beschreibt man besser anhand konkreter Merkmale als mit einem vermeintlich stärkeren westgermanisch.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwestgermanischerwestgermanischewestgermanischeswestgermanische
Genitivwestgermanischenwestgermanischerwestgermanischenwestgermanischer
Dativwestgermanischemwestgermanischerwestgermanischemwestgermanischen
Akkusativwestgermanischenwestgermanischewestgermanischeswestgermanische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwestgermanischewestgermanischewestgermanischewestgermanischen
Genitivwestgermanischenwestgermanischenwestgermanischenwestgermanischen
Dativwestgermanischenwestgermanischenwestgermanischenwestgermanischen
Akkusativwestgermanischenwestgermanischewestgermanischewestgermanischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwestgermanischerwestgermanischewestgermanischeswestgermanischen
Genitivwestgermanischenwestgermanischenwestgermanischenwestgermanischen
Dativwestgermanischenwestgermanischenwestgermanischenwestgermanischen
Akkusativwestgermanischenwestgermanischewestgermanischeswestgermanischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Unterrichtsfolie stehen Deutsch und Englisch unter dem Oberbegriff westgermanisch. Eine Schülerin fragt, ob damit ihr heutiger Verbreitungsort gemeint sei.

Die Überschrift westgermanisch bezeichnet hier einen sprachgeschichtlichen Zusammenhang. Sie ist keine Karte der heutigen Wohnorte aller Sprecher.

Die Erklärung trennt die Fachbedeutung von einer wörtlichen Deutung der Himmelsrichtung.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.