zuckersüß

Zuckersüß bedeutet sehr süß im Geschmack; übertragen kann es eine übertrieben freundliche oder schmeichelnde Wirkung beschreiben.

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Was bedeutet zuckersüß?

Bei einer Speise verstärkt zuckersüß den Geschmackseindruck. Der Ausdruck ist keine genaue Angabe zum Zuckergehalt und ersetzt keine Zutatenliste. Auch das persönliche Empfinden von Süße kann unterschiedlich ausfallen.

Eine zuckersüße Stimme oder Bemerkung kann besonders lieblich, häufig aber auch übertrieben und wenig glaubwürdig wirken. Ob die Freundlichkeit aufrichtig ist, beweist das Adjektiv allein nicht. In Erzählungen lässt die Wortwahl oft die skeptische oder spöttische Sicht der beschreibenden Instanz erkennen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Creme schmeckt zuckersüß und bildet einen starken Gegensatz zur sauren Frucht.“ Der intensive Geschmack wird im Vergleich deutlich.
  • „Mit zuckersüßer Stimme bittet die Figur um einen weiteren Gefallen.“ Der Ton wirkt besonders schmeichelnd.
  • „Der Erzähler nennt die Begrüßung zuckersüß und lässt dadurch Misstrauen anklingen.“ Die Beschreibung enthält eine Perspektive und ist kein Beweis für Täuschung.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Süß ist der allgemeinere Ausdruck und besitzt mehrere übertragene Bedeutungen. Zuckersüß verstärkt insbesondere den süßen Eindruck.

Honigsüß ist eine nahe bildhafte Entsprechung. Auch dieses Wort kann schmeichelnde Freundlichkeit beschreiben und sagt nicht zwingend etwas über eine Zutat aus.

Schreibweise und Grammatik

In Deutschland und Österreich schreibt man zuckersüß, in der Schweiz und Liechtenstein zuckersüss. Formen: ein zuckersüßer Nachtisch, eine zuckersüße Stimme.

Steigerung

Als verstärkende Bildung wird zuckersüß gewöhnlich nicht gesteigert. Für Abstufungen eignen sich etwa noch süßer oder noch stärker schmeichelnd.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativzuckersüßerzuckersüßezuckersüßeszuckersüße
Genitivzuckersüßenzuckersüßerzuckersüßenzuckersüßer
Dativzuckersüßemzuckersüßerzuckersüßemzuckersüßen
Akkusativzuckersüßenzuckersüßezuckersüßeszuckersüße
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativzuckersüßezuckersüßezuckersüßezuckersüßen
Genitivzuckersüßenzuckersüßenzuckersüßenzuckersüßen
Dativzuckersüßenzuckersüßenzuckersüßenzuckersüßen
Akkusativzuckersüßenzuckersüßezuckersüßezuckersüßen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativzuckersüßerzuckersüßezuckersüßeszuckersüßen
Genitivzuckersüßenzuckersüßenzuckersüßenzuckersüßen
Dativzuckersüßenzuckersüßenzuckersüßenzuckersüßen
Akkusativzuckersüßenzuckersüßezuckersüßeszuckersüßen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene lobt eine Figur zunächst überschwänglich die Arbeit ihrer Kollegin und bittet unmittelbar danach, die eigene Aufgabe zusätzlich zu übernehmen. Der Erzähler beschreibt den Ton als zuckersüß.

Die zuckersüße Bitte wirkt im Zusammenhang auffällig schmeichelnd. Ob das Lob nur Mittel zum Zweck ist, muss die weitere Darstellung zeigen.

Die Analyse erklärt den Verdacht, kennzeichnet ihn aber nicht vorschnell als gesicherte Absicht.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.