Chauffeur
Ein Chauffeur befördert andere Menschen beruflich mit einem Kraftwagen. Die femininen Bezeichnungen lauten Chauffeurin und Chauffeuse. Im Mittelpunkt steht die Aufgabe des Fahrens für andere.
Mehr als irgendein Mensch am Steuer
Fahrer ist der weitere Begriff. Auch eine Person, die privat zum Einkaufen fährt, ist in dieser Situation Fahrerin oder Fahrer. Chauffeur bezeichnet dagegen typischerweise die berufliche Beförderungsaufgabe.
Die Bezeichnung sagt nicht von selbst, für welche Person oder Einrichtung gearbeitet wird. Sie legt auch kein bestimmtes Fahrzeugmodell fest. Vorstellungen von besonders luxuriösen Autos können durch den Zusammenhang entstehen, gehören aber nicht zwingend zur Wortbedeutung.
Fahrer, Privatfahrer und Taxifahrer
| Alternative | Unterschied |
|---|---|
| Fahrer / Fahrerin | Weiter gefasst; eine berufliche Aufgabe bleibt offen. |
| beruflicher Fahrer für Personenbeförderung | Eine erklärende Umschreibung. |
| Privatfahrer | Kann eine bestimmte Tätigkeit für eine Person oder einen Haushalt hervorheben. |
| Taxifahrer | Bezeichnet einen besonderen Arbeitszusammenhang und passt nicht zu jedem Chauffeur. |
Zwei Satzvergleiche
Eigenes Beispiel: „Die Chauffeurin brachte die Gäste zum Veranstaltungsort.“ – „Die Fahrerin brachte die Gäste zum Veranstaltungsort.“ Die zweite Fassung enthält weniger Information über die berufliche Rolle.
Eigenes Beispiel: „Heute übernimmt mein Bruder die Fahrt zum Bahnhof.“ – „Mein Bruder arbeitet als Chauffeur.“ Aus der ersten Aussage folgt die zweite nicht. Eine einzelne private Fahrt belegt keinen Beruf.
Maskuline und feminine Formen
| Form | Einzahl | Mehrzahl |
|---|---|---|
| Maskulin | der Chauffeur; des Chauffeurs | die Chauffeure; mit den Chauffeuren |
| Feminin auf -in | die Chauffeurin; der Chauffeurin | die Chauffeurinnen |
| Feminin auf -euse | die Chauffeuse; der Chauffeuse | die Chauffeusen |
Die femininen Bezeichnungen beschreiben keine unterschiedliche Tätigkeit. Das zugehörige Verb chauffieren kann hingegen auch scherzhaft für private Fahrdienste verwendet werden. Deshalb lässt sich aus dem Verb nicht immer eine berufliche Stellung ableiten.
