Couch
Form & Grammatik
- Lemma
- Couch
- Wortart
- Substantiv
- Worttrennung
- Couch
- Artikel / Genus
- die; schweizerisch auch der · Femininum; schweizerisch auch Maskulinum
- Genitiv
- der Couch; maskulin: des Couchs
- Plural
- Couchs, Couches; feminin auch Couchen
- Gebrauch
- Maskulinum schweizerisch; Couchen gehört zur femininen Beugung.
Definition · kurz erklärt
Eine Couch ist ein gepolstertes Sitz- und Liegemöbel. Im Alltag lässt sich häufig auch Sofa sagen. Neben die Couch ist schweizerisch der Couch gebräuchlich.
Bedeutungen
1. Ein Möbel zum Sitzen und Liegen
Couch bezeichnet ein Liegesofa, typischerweise mit niedriger Rückenlehne und seitlichen Lehnen. Im gewöhnlichen Sprachgebrauch überschneiden sich Couch und Sofa stark. Größe, Plätze und konkrete Ausstattung sollten ausdrücklich beschrieben werden.
„Auf der blauen Couch lagen drei Kissen.“
Der Satz nennt Farbe und Gegenstände auf dem Möbel. Über Bequemlichkeit oder den Zustand der Couch sagt er noch nichts.
Couch: Synonyme und andere Wörter
Das Möbel benennen
Sofa · Liegesofa
Sofa ist im Alltag häufig ein passender Ersatz. Ein pauschaler Gegensatz zwischen Couch und Sofa erklärt die konkrete Bauform eines Möbelstücks meist weniger gut als Angaben zu Lehnen, Größe und Ausstattung.
„Auf der blauen Couch lagen drei Kissen“ und „Auf dem blauen Sofa lagen drei Kissen“ können dasselbe Möbel meinen. Artikel und Adjektiv passen sich an das andere grammatische Geschlecht an.
Allgemeinere und engere Wörter
Polstermöbel · Liege
Polstermöbel ist weiter und kann auch einen Sessel bezeichnen. Liege betont das Liegen und bezeichnet nicht automatisch dasselbe Möbel.
„Die Gäste saßen gemeinsam auf der Couch“ kann allgemeiner als „… auf einem Polstermöbel“ formuliert werden. „… auf drei Sesseln“ würde die Einrichtung ändern und wäre keine reine Umformulierung.
Beispiele und Verwendung
Eine Schlafcouch bietet eine zusätzliche Schlafmöglichkeit, eine Eckcouch benennt eine bestimmte Form. Solche Zusammensetzungen sagen mehr über das Möbel aus als das Grundwort allein.
In einer Erzählung kann die Couch Schauplatz eines Gesprächs sein oder zur Wirkung eines Raums beitragen. Ob die Umgebung gemütlich und das Möbel einladend, abgenutzt oder unbequem erscheint, ergibt sich erst aus der Beschreibung.
Nicht zu verwechseln ist die Couch mit einem Coach, der eine Person trainiert oder begleitet. Schreibung und Bedeutung sind verschieden.
Grammatik und Beugung
Die allgemeine Form ist feminin: die Couch, Genitiv der Couch. Schweizerisch kommt auch der Couch mit dem Genitiv des Couchs vor. Das einsilbige Wort wird nicht getrennt.
Zum Femininum gehören die Pluralformen Couchs, Couches und Couchen. Für das schweizerische Maskulinum stehen Couchs und Couches. In allen gezeigten Pluralreihen bleibt die Wortform im Dativ unverändert. Für einen einheitlichen Text empfiehlt sich eine passende Pluralvariante.
| Fall | Femininum | Maskulinum – schweizerisch |
|---|---|---|
| Nominativ | die Couch | der Couch |
| Genitiv | der Couch | des Couchs |
| Dativ | der Couch | dem Couch |
| Akkusativ | die Couch | den Couch |
| Fall | Plural auf -s | Plural auf -es | Plural auf -en (feminin) |
|---|---|---|---|
| Nominativ | die Couchs | die Couches | die Couchen |
| Genitiv | der Couchs | der Couches | der Couchen |
| Dativ | den Couchs | den Couches | den Couchen |
| Akkusativ | die Couchs | die Couches | die Couchen |
Herkunft
Couch wurde aus englisch couch übernommen. Dessen Vorgeschichte führt über das Französische zu einem Wort für Lager beziehungsweise hinlegen. Der unmittelbare englische Entlehnungsweg macht Couch zu einem Anglizismus.
