Observation
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Observation
- Worttrennung
- Ob·ser·va·ti·on
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Observation
- Plural
- die Observationen
Gebrauch: Systematische, meist verdeckte Beobachtung; fachsprachlich auch Beobachtung von Himmels- oder Wettererscheinungen.
Definition · kurz erklärt
Eine Observation ist eine systematische Beobachtung, häufig von Personen oder Orten und ohne dass die Beobachteten davon wissen. In wissenschaftlichen Zusammenhängen kann das Wort auch Beobachtungen des Himmels oder des Wetters meinen.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Verdeckt und systematisch beobachten
Bei dieser Lesart geht es um eine planmäßige Beobachtung. Das Wort allein nennt weder ihren Anlass noch ein Ergebnis. Eine beobachtete Person ist deshalb nicht schon einer Handlung überführt.
„Im Kriminalroman blieb die Observation des Lagerhauses zunächst ohne Ergebnis.“
Der Ort wurde beobachtet, aber die erwartete Erkenntnis stellte sich nicht ein. Die Aussage enthält keine Beschreibung einer Beobachtungsmethode.
Bedeutung 2: Himmel oder Wetter beobachten
Fachsprachlich kann Observation auch eine wissenschaftliche Beobachtung betreffen. Der konkrete Fachbereich ergibt sich aus dem Gegenstand. Eine astronomische Observation ist keine Überwachung einer verdächtigen Person.
„Die alten Aufzeichnungen enthalten Observationen des Sternenhimmels.“
Gemeint sind fachliche Beobachtungen von Himmelserscheinungen. Ob dabei ein bestimmtes Instrument verwendet wurde, bleibt offen.
Observation: Synonyme und andere Wörter
Bei verdeckter Beobachtung
Beobachtung · Überwachung · Beschattung
Beobachtung ist weiter und kann offen erfolgen. Überwachung betont die fortgesetzte Kontrolle. Beschattung betrifft eher das verdeckte Verfolgen oder Beobachten einer Person und passt nicht zu jeder Ortsbeobachtung.
„Der Roman schildert eine Observation.“ → „Der Roman schildert eine verdeckte Beobachtung.“ Die Umschreibung ist für Leser ohne Fachwortkenntnis klarer.
Im wissenschaftlichen Zusammenhang
Beobachtung · wissenschaftliche Beobachtung
Hier ist Beobachtung die allgemeine Alternative. Messung passt nur, wenn tatsächlich eine Größe erfasst wird; nicht jede Beobachtung liefert automatisch einen Messwert.
„Die Observation wurde protokolliert.“ → „Die wissenschaftliche Beobachtung wurde protokolliert.“ Der fachliche Bezug muss aus dem Text hervorgehen.
Beispiele und Verwendung
Anlass und Ergebnis trennen
„Die Erzählung nennt einen Verdacht als Anlass der Observation, bestätigt ihn aber nicht.“
Anlass, Beobachtung und abschließende Bewertung sind drei verschiedene Informationen.
Den Zusammenhang erkennen
„Im astronomischen Tagebuch bezeichnet Observation die Beobachtung eines Kometen.“
Das Fachgebiet verhindert, dass das Wort fälschlich nur auf polizeiliche Zusammenhänge bezogen wird.
Das verwandte Nomen Observierung wird ebenfalls für einen solchen Beobachtungsvorgang verwendet; das Verb dazu lautet observieren.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Observation, Genitiv der Observation. Der Plural lautet die Observationen, im Dativ den Observationen.
Die Worttrennung lautet Ob·ser·va·ti·on. Die Mehrzahl erhält en. Alle Singularfälle zeigen dieselbe Wortform.
In die Observation beenden steht ein Akkusativobjekt. Während der Observation enthält eine Genitivkonstruktion. Das Nomen benennt einen Vorgang und legt kein bestimmtes Ergebnis fest.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Observation | die Observationen |
| Genitiv | der Observation | der Observationen |
| Dativ | der Observation | den Observationen |
| Akkusativ | die Observation | die Observationen |
