Renommee
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Renommee
- Worttrennung
- Re·nom·mee
- Artikel
- das
- Geschlecht
- Neutrum
- Genitiv
- des Renommees
- Plural
- die Renommees; selten
Bildungssprachlich; meist positiver Ruf, mit Zusätzen auch anders bewertbar. Plural selten.
Definition · kurz erklärt
Renommee bedeutet Ruf oder Ansehen. Häufig ist ein guter Ruf gemeint, den eine Person, ein Unternehmen oder eine Einrichtung genießt. Mit einem Zusatz wie zweifelhaftes Renommee kann das Wort aber auch einen weniger guten Ruf bezeichnen.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Der Ruf bei anderen
Renommee beschreibt, wie jemand oder etwas von anderen eingeschätzt wird. Es ist daher von bloßer Bekanntheit zu unterscheiden. Eine Einrichtung kann sehr bekannt sein, ohne einen guten Ruf zu haben. Umgekehrt kann sie innerhalb eines kleinen Fachkreises hohes Ansehen genießen.
Die kleine Werkstatt besitzt unter Instrumentenbauern ein ausgezeichnetes Renommee.
Das Ansehen wird auf einen bestimmten Kreis bezogen. Der Satz behauptet nicht, dass die Werkstatt überall bekannt ist.
Bedeutung 2: Hohes Ansehen besonders hervorheben
Ohne einschränkenden Zusatz wird Renommee oft im positiven Sinn gebraucht. Ein Haus von Renommee ist dann ein angesehenes Haus. Die Formulierung enthält eine Bewertung, begründet sie aber noch nicht.
Die Veranstalterin gewinnt eine Forscherin von internationalem Renommee für den Vortrag.
Gemeint ist eine über Ländergrenzen hinweg angesehene Forscherin. Welche Leistungen ihren Ruf begründen, müsste ein erläuternder Text ergänzen.
Synonyme: andere Wörter für Renommee
Ruf, Ansehen oder Bekanntheit?
Ruf · Ansehen · Leumund · Reputation
Ruf kann positiv, negativ oder neutral eingeordnet werden. Ansehen betont gewöhnlich die Achtung anderer. Bekanntheit sagt zunächst nur, dass viele Menschen jemanden kennen. Das Adjektiv renommiert beschreibt jemanden oder etwas mit entsprechend gutem Ruf.
„Die Schule ist bekannt“ und „Die Schule genießt hohes Renommee“ sind verschiedene Aussagen. Die zweite enthält zusätzlich eine positive Einschätzung.
Beispiele und Verwendung
Eine Zuschreibung belegen
Ihr fachliches Renommee beruht vor allem auf den sorgfältig dokumentierten Untersuchungen.
Die Begründung verbindet das Ansehen mit einer konkreten Leistung. Ohne sie bliebe Renommee eine pauschale Aufwertung.
Auch negative Zusätze erkennen
Die Figur hat wegen früherer Täuschungen ein zweifelhaftes Renommee.
Der Zusatz verändert die Richtung der Bewertung. Renommee darf hier nicht einfach mit hohes Ansehen ersetzt werden.
Grammatik und Beugung
Es heißt das Renommee, Genitiv des Renommees. Die seltene Mehrzahl lautet die Renommees, auch im Dativ den Renommees. Die Worttrennung ist Re·nom·mee.
Das Wort endet auf zwei e: Renommee. Im Genitiv und Plural kommt s hinzu. Meist spricht man im Singular vom Ruf einer Person oder Einrichtung. Das Wort Renommisterei bezeichnet dagegen abwertend Prahlerei und ist nicht einfach eine Mehrzahl oder Steigerung von Renommee.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Renommee | die Renommees |
| Genitiv | des Renommees | der Renommees |
| Dativ | dem Renommee | den Renommees |
| Akkusativ | das Renommee | die Renommees |
