pulverig
Pulverig bedeutet aus sehr feinen Teilchen bestehend oder wie Pulver beschaffen. Die kürzere Variante lautet pulvrig.
Was bedeutet pulverig?
Pulverig beschreibt die Form oder Beschaffenheit eines Materials. Statt einer zusammenhängenden Masse liegen viele feine Teilchen vor oder eine Oberfläche wirkt entsprechend fein und trocken. Über die chemische Zusammensetzung sagt das Wort nichts aus.
Die Bezeichnung kann für fein zerkleinerte Stoffe und für einen pulverähnlichen Eindruck verwendet werden. Welche Korngröße genau vorliegt, muss bei Bedarf zusätzlich angegeben werden. Das Adjektiv ist keine Messangabe.
Pulverig und pulvrig sind Schreib- und Lautvarianten desselben Adjektivs. Sie brauchen keine getrennten Bedeutungen. In einem Text kann eine Form einheitlich verwendet werden; wichtig ist, dass die Endungen zur gewählten Form passen.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Das zerkleinerte Material ist fein und pulverig.“ Die Beschreibung betrifft die Teilchenform.
- „Auf der Oberfläche bleibt ein pulvriger Rückstand.“ Die kürzere Variante hat dieselbe Bedeutung.
- „Die beiden pulverigen Stoffe sehen ähnlich aus, bestehen aber aus unterschiedlichen Materialien.“ Ähnliche Beschaffenheit bedeutet nicht gleiche Zusammensetzung.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Pastös beschreibt eine pasteähnliche, streichbare Masse. Pulverig betont dagegen feine einzelne Teilchen oder deren Eindruck.
Körnig kann gröbere, erkennbare Körner hervorheben. Pulverig legt eine feinere Teilchenstruktur nahe, ohne eine feste Größenangabe zu liefern.
Schreibweise und Grammatik
Beide Formen sind möglich: pulverig und pulvrig. Es heißt entsprechend pulverige Rückstände oder pulvrige Rückstände. Die folgenden vollständigen Tabellen zeigen pulverig; bei pulvrig werden dieselben Endungen an den Stamm pulvrig angefügt.
Steigerung
Bei der sachlichen Einordnung wird gewöhnlich nicht gesteigert. Feiner zerkleinert oder stärker pulverartig beschreibt den gemeinten Unterschied deutlicher.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | pulveriger | pulverige | pulveriges | pulverige |
| Genitiv | pulverigen | pulveriger | pulverigen | pulveriger |
| Dativ | pulverigem | pulveriger | pulverigem | pulverigen |
| Akkusativ | pulverigen | pulverige | pulveriges | pulverige |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | pulverige | pulverige | pulverige | pulverigen |
| Genitiv | pulverigen | pulverigen | pulverigen | pulverigen |
| Dativ | pulverigen | pulverigen | pulverigen | pulverigen |
| Akkusativ | pulverigen | pulverige | pulverige | pulverigen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | pulveriger | pulverige | pulveriges | pulverigen |
| Genitiv | pulverigen | pulverigen | pulverigen | pulverigen |
| Dativ | pulverigen | pulverigen | pulverigen | pulverigen |
| Akkusativ | pulverigen | pulverige | pulveriges | pulverigen |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Materialbeschreibung vergleicht eine Schülerin eine feste Kreide mit einem fein zerkleinerten Stück derselben Kreide. Sie nennt die zweite Probe pulverig.
Pulverig kennzeichnet hier die veränderte äußere Form. Die Beschreibung unterscheidet das zusammenhängende Stück von den feinen Teilchen.
Der Vergleich erklärt keine chemische Umwandlung. Eine andere Teilchenform bedeutet für sich genommen noch keinen anderen Stoff.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
