usuell
Usuell bedeutet üblich, gebräuchlich oder im betrachteten Bereich durch wiederholten Gebrauch etabliert.
Was bedeutet usuell?
Das bildungssprachliche und fachsprachliche Wort begegnet besonders bei sprachlichen Formen und Verwendungen. Eine usuelle Verbindung wird regelmäßig gebraucht und ist nicht nur für einen einzelnen Anlass neu gebildet.
Usuell bedeutet dabei nicht ständig oder ausnahmslos. Eine Form kann im passenden Zusammenhang üblich sein, obwohl sie insgesamt selten benötigt wird. Außerdem ist üblicher Gebrauch nicht automatisch ein Beleg für sachliche Richtigkeit.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Die Besprechung unterscheidet eine usuelle Wendung von einer einmaligen Wortschöpfung.“ Etablierter Gebrauch und spontane Neubildung werden getrennt.
- „Die Form ist in diesem Fachbereich usuell, außerhalb davon jedoch wenig bekannt.“ Der Gebrauch wird auf ein bestimmtes Umfeld begrenzt.
- „Eine usuelle Bezeichnung kann durch veränderte Gewohnheiten allmählich seltener werden.“ Etablierte Verwendung bleibt grundsätzlich veränderlich.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Ungebräuchlich bezeichnet eine geringe oder fehlende übliche Verwendung. Es bildet deshalb in vielen Zusammenhängen einen Gegensatz zu usuell.
Häufig beschreibt vor allem die Zahl der Vorkommen. Usuell hebt stärker hervor, dass etwas zum üblichen Gebrauch gehört.
Schreibweise und Grammatik
Man schreibt usuell mit einem s und zwei l am Ende. Formen sind eine usuelle Wendung und mit usuellen Bezeichnungen.
Steigerung
Die Steigerung lautet usuell – usueller – am usuellsten. Für allgemeinverständliche Texte kann üblicher denselben Vergleich einfacher ausdrücken.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | usueller | usuelle | usuelles | usuelle |
| Genitiv | usuellen | usueller | usuellen | usueller |
| Dativ | usuellem | usueller | usuellem | usuellen |
| Akkusativ | usuellen | usuelle | usuelles | usuelle |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | usuelle | usuelle | usuelle | usuellen |
| Genitiv | usuellen | usuellen | usuellen | usuellen |
| Dativ | usuellen | usuellen | usuellen | usuellen |
| Akkusativ | usuellen | usuelle | usuelle | usuellen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | usueller | usuelle | usuelles | usuellen |
| Genitiv | usuellen | usuellen | usuellen | usuellen |
| Dativ | usuellen | usuellen | usuellen | usuellen |
| Akkusativ | usuellen | usuelle | usuelles | usuellen |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Sprachaufgabe erfindet eine Figur die Bezeichnung Regenflüsterstunde für einen stillen Nachmittag. Eine andere erklärt den Unterschied zu einer Wendung, die viele Menschen bereits regelmäßig benutzen.
Die erfundene Bezeichnung ist in dieser Szene keine usuelle Wendung, sondern eine einmalige Neubildung. Ob sie später gebräuchlich würde, lässt sich daraus nicht ableiten.
Das Beispiel erklärt den Unterschied zwischen kreativem Einzelgebrauch und etablierter Verwendung, ohne neue Wörter grundsätzlich abzuwerten.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
