Arbeit
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Arbeit
- Worttrennung
- Ar·beit
- Artikel
- die Arbeit
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Arbeit
- Plural
- die Arbeiten
Als allgemeine Tätigkeit oder Mühe steht Arbeit häufig im Singular. Der Plural Arbeiten bezeichnet etwa einzelne Aufgaben, Werke oder Prüfungsleistungen.
Arbeit bezeichnet eine zielgerichtete Tätigkeit, eine berufliche Beschäftigung oder deren Ergebnis. Das Wort kann auch eine schriftliche Prüfungsleistung und den mit einer Aufgabe verbundenen Aufwand meinen. Nicht jede Arbeit ist bezahlt, und nicht jede Verwendung bezeichnet einen Beruf.
Tätigkeit, Beruf und Ergebnis
Wer im Garten arbeitet, führt eine Tätigkeit aus. Wer eine neue Arbeit sucht, meint häufig eine berufliche Beschäftigung. Hausarbeit, Pflege im privaten Umfeld oder ehrenamtliches Organisieren können ebenfalls Arbeit sein, ohne dass damit ein bezahltes Arbeitsverhältnis behauptet wird.
„Die Arbeit liegt auf dem Tisch“ kann ein Ergebnis bezeichnen, etwa einen geschriebenen Text oder ein Werkstück. „Die Arbeit dauert noch“ betrifft dagegen den Vorgang. Der Wechsel zwischen Tätigkeit und Produkt erklärt viele alltägliche Verwendungen.
In der Schule bezeichnet eine Arbeit häufig eine schriftliche Leistungsüberprüfung. „Das macht viel Arbeit“ meint Aufwand. Daneben besitzt das Wort in der Physik eine Fachbedeutung, die nicht einfach mit empfundener Mühe gleichzusetzen ist. Arbeitsaufwand, Ergebnis und berufliche Stellung sind unterschiedliche Informationen.
Passende Synonyme und ihre Grenzen
| Alternative | Passender Gebrauch | Bedeutungsunterschied |
|---|---|---|
| Tätigkeit | Eine Arbeit ausführen | Weiter und neutraler; nicht jede Tätigkeit wird im Zusammenhang als Arbeit bewertet. |
| Beschäftigung | Eine berufliche Arbeit haben | Kann auch eine bloße Freizeitbetätigung meinen; der berufliche Bezug sollte erkennbar sein. |
| Aufwand | Etwas macht viel Arbeit | Betont erforderliche Zeit und Mühe, nicht das fertige Werkstück. |
| Ausarbeitung | Eine schriftliche Arbeit abgeben | Passt zu einem ausgearbeiteten Text, nicht zu jeder Prüfungsform oder körperlichen Tätigkeit. |
Die folgenden Sätze sind eigene Sprachbeispiele.
Beispielpaar 1: Unbezahlte Tätigkeit
Ausgangssatz: Die Vorbereitung des Vereinsfests macht viel Arbeit.
Alternative: Die Vorbereitung des Vereinsfests verursacht viel Aufwand.
Die zweite Fassung rückt Zeit und Mühe in den Vordergrund. Beide Sätze lassen offen, ob jemand dafür bezahlt wird. Viel Aufwand bedeutet auch nicht automatisch ein gutes Ergebnis.
Beispielpaar 2: Ein geschriebenes Ergebnis
Ausgangssatz: Samira gibt ihre schriftliche Arbeit am Freitag ab.
Alternative: Samira gibt ihre schriftliche Ausarbeitung am Freitag ab.
Die Alternative passt, wenn ein ausgearbeiteter Text gemeint ist. Bei einer kurzen Klassenarbeit könnte Ausarbeitung zu eng oder unpassend sein. Der genaue Typ der Leistung entscheidet.
Die Arbeit, die Arbeiten
Arbeit ist ein feminines Substantiv. Als allgemeine Tätigkeit oder Mühe steht es häufig ohne zählenden Plural. Der Plural Arbeiten bezeichnet etwa einzelne Aufgaben, Werke oder Prüfungsleistungen.
Deklination von Arbeit
Als allgemeine Tätigkeit oder Mühe steht Arbeit häufig im Singular. Der Plural Arbeiten bezeichnet etwa einzelne Aufgaben, Werke oder Prüfungsleistungen.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Arbeit | die Arbeiten |
| Genitiv | der Arbeit | der Arbeiten |
| Dativ | der Arbeit | den Arbeiten |
| Akkusativ | die Arbeit | die Arbeiten |
„Viel Arbeit“ nennt eine Menge Aufwand; „viele Arbeiten“ zählt einzelne Aufgaben oder Ergebnisse. Die Formen sind deshalb nicht ohne Bedeutungsänderung austauschbar. In bei der Arbeit steht der Dativ. Die Arbeit erledigen hat ein Akkusativobjekt.
Arbeit und das Arbeiten
Arbeit wird als Nomen großgeschrieben. Auch der substantivierte Infinitiv das Arbeiten beginnt groß; er ist aber sächlich und hebt den Vorgang hervor. Das Verb arbeiten bleibt klein: „Wir arbeiten gemeinsam.“ In Arbeitszeit und Arbeitsplatz steht ein verbindendes s.
Die gemeinte Leistung konkret benennen
„Sie macht gute Arbeit“ ist ein allgemeines Lob. Aussagekräftiger wird es durch eine Beobachtung: „Sie prüft die Zahlen sorgfältig und erklärt Unstimmigkeiten nachvollziehbar.“ So bleibt erkennbar, worauf sich die Bewertung bezieht.
Arbeitsam beschreibt starken oder anhaltenden Einsatz, nicht automatisch hohe Qualität. Beruflich ordnet eine Tätigkeit dem Erwerbsleben zu, ohne jede andere Arbeit auszuschließen. Weitere Wörter stehen im Substantivwörterbuch.
