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Einträge mit W
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- Wenn man den Pfau lobt, breitet er den Schwanz ausSprichwort
Lob kann einen eitlen Menschen dazu bringen, sich noch auffälliger zu präsentieren. Der Spruch kommentiert eine durch Anerkennung angeregte Selbstdarstellung.
- Wenn man der Henne nicht bald ein Nest macht, legt sie unter die NesselnSprichwort
Wer eine Möglichkeit nutzen will, sollte rechtzeitig passende Bedingungen schaffen; sonst entwickelt sich die Sache womöglich anders als gewünscht.
- Wenn man die Armbrust überspannt, so zerspringt sie.Sprichwort
Wer etwas über seine Belastungsgrenze hinaus beansprucht, kann es beschädigen. Der Spruch warnt davor, durch übermäßigen Druck gerade die gewünschte Leistung zu zerstören.
- Wenn man die Gerechtigkeit biegt, so bricht sieSprichwort
Gerechtigkeit verliert ihren Wert, wenn sie zugunsten einzelner Interessen verbogen wird. Das Sprichwort warnt davor, faire Maßstäbe beliebig an gewünschte Ergebnisse anzupassen.
- Wenn man einen Lachs fängt, kann man wohl die Angel verlieren.Sprichwort
Ein beträchtlicher Gewinn kann einen kleineren Verlust aufwiegen. Der Spruch fordert dazu auf, beides im Verhältnis zu betrachten.
- Wenn man ihm rufet: drisch!, versteht er gern: zu Tisch.Sprichwort
Der Spruch verspottet jemanden, der eine Aufforderung zur Arbeit lieber als Einladung zum Essen versteht.
- Wenn man keine Gelegenheit hat, muss man eine machen.Sprichwort
Wer auf eine passende Möglichkeit wartet, kann versuchen, die nötigen Bedingungen selbst zu schaffen.
- Wenn man selbst geht, so betrügt einen der Bote nicht.Sprichwort
Wer eine Angelegenheit selbst erledigt, ist dabei nicht auf die Zuverlässigkeit eines eingeschalteten Boten angewiesen. Der Spruch empfiehlt unmittelbares eigenes Handeln, wenn man einen bestimmten Vermittlungsweg vermeiden möchte.
- Wenn Natur und Kunst die Füße ansetzen, so geht es vorwärtsSprichwort
Wenn natürliche Anlagen und erworbenes Können zusammenwirken, kann eine Sache gut vorankommen.
- Wenn Neid brennte wie Feuer, wäre das Holz nicht so teuer.Sprichwort
Neid ist nach der spöttischen Übertreibung so verbreitet, dass er als Brennstoff das Holz billig machen würde.
- Wenn nicht, wie wir wollen, so doch, wie wir können.Sprichwort
Wenn die gewünschte Vorgehensweise nicht möglich ist, kann eine machbare andere Lösung sinnvoll sein. Der Spruch empfiehlt, den Wunsch mit den tatsächlichen Möglichkeiten abzugleichen.
- Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbeSprichwort
Ähnliche Handlungen können unterschiedlich beurteilt werden oder verschiedene Folgen haben. Der Spruch verweist häufig kritisch darauf, dass Stellung und Ansehen der Handelnden den Maßstab verändern.
- Wenn zwei sich streiten, freut sich der DritteSprichwort
Ein Streit zwischen zwei Seiten kann einer weiteren Person oder Gruppe einen Vorteil verschaffen. Der Spruch lenkt den Blick auf den möglichen Nutzen, den Außenstehende aus einer Auseinandersetzung ziehen.
- wenngleichKonjunktion
Wenngleich bedeutet ähnlich wie obwohl oder obgleich. Das Wort räumt einen Umstand ein, der eine andere Folge erwarten ließe. Die Hauptaussage gilt dennoch. Als unterordnende Konjunktion leitet es gewöhnlich einen Nebensatz ein.
- Wer A sagt, muss auch B sagenSprichwort
Wer einen Schritt beginnt oder eine Position einnimmt, soll auch die dazugehörigen Folgen tragen. Der Spruch fordert Folgerichtigkeit und die Bereitschaft, notwendige weitere Schritte zu gehen.
- Wer alle Büsche scheut, kommt selten zu HolzeSprichwort
Übertriebene Furcht vor jedem Hindernis kann ein Vorhaben verhindern.
- Wer alle Tage feiert, der fragt nichts nach dem Sonntag.Sprichwort
Wer jeden Tag wie einen Feiertag verbringt, achtet den Sonntag nach der Aussage des Spruchs nicht mehr als etwas Besonderes.
- Wer allerlei Holz aufliest, hat bald einen Arm vollSprichwort
Viele einzeln kleine oder unterschiedliche Beiträge können zusammen rasch ein brauchbares Ganzes ergeben.
- Wer alles will verfechten, der hat gar viel zu rechten.Sprichwort
Wer jede Position verteidigen und in jeder Sache recht behalten will, schafft sich viele Auseinandersetzungen. Der Spruch empfiehlt, die Gegenstände des eigenen Streits bewusst auszuwählen.
- Wer alles will, bekommt nichts.Sprichwort
Wer auf der vollständigen Erfüllung aller Wünsche besteht, kann am Ende eine erreichbare Möglichkeit ganz verlieren. Der Spruch warnt vor Ansprüchen, die keinen brauchbaren Kompromiss zulassen.
- Wer allzeit auf den Wind will sehen, der wird nicht säen und nicht mähen.Sprichwort
Wer ständig auf vollkommen günstige Bedingungen wartet, kann darüber den notwendigen Anfang versäumen. Der Spruch beschreibt das am Säen und Mähen.
- Wer andere necken will, muss selbst Scherz verstehen.Sprichwort
Wer über andere scherzt, sollte auch einen freundlichen Scherz über sich selbst annehmen können.
- Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hineinSprichwort
Wer anderen absichtlich schaden will, kann durch den eigenen Plan selbst zu Schaden kommen. Das Sprichwort warnt vor hinterhältigen Fallen.
- Wer antwortet auf unnützes Gespei, der macht aus einem Unglück zwei.Sprichwort
Wer auf unnützes oder gehässiges Gerede eingeht, kann den ursprünglichen Ärger durch einen weiteren Streit vergrößern. Der Spruch rät zu überlegter Zurückhaltung.
- Wer Armut ertragen kann, ist reich genug.Sprichwort
Wer mit wenigen Mitteln leben kann, besitzt nach diesem Spruch eine innere Unabhängigkeit, die einem Reichtum gleichkommt.
- Wer auf dem Markte singt, dem bellt jeder Hund ins Lied.Sprichwort
Wer sich öffentlich äußert oder auftritt, muss mit Einmischung und störenden Reaktionen rechnen. Das Bild zeigt einen Gesang, in den Hunde hineinbellen.
- Wer auf dem Wasser fährt, hat den Wind nicht in der Hand.Sprichwort
Wer etwas unternimmt, hat nicht alle äußeren Bedingungen unter seiner Kontrolle. Der Spruch unterscheidet das eigene Handeln von Einflüssen, die sich nicht nach Belieben bestimmen lassen.
- Wer auf des andern Schuhe wartet, bis er tot ist, der geht barfuß.Sprichwort
Wer den eigenen Bedarf nur durch eine ungewisse spätere Hinterlassenschaft decken will, kann lange leer ausgehen.
- Wer auf Hoffnung jagt, der fängt Nebel.Sprichwort
Wer sein Handeln allein auf ungesicherte Erwartungen stützt, kann am Ende ohne greifbares Ergebnis bleiben.
- Wer ausgibt, muss auch einnehmenSprichwort
Dauerhafte Ausgaben brauchen eine tragfähige finanzielle Grundlage.
- Wer bauen will, muss zwei Pfennige für einen rechnenSprichwort
Bei größeren Vorhaben sollte man mit höheren Kosten als zunächst gedacht rechnen.
- Wer befehlen will, muss gehorchen lernenSprichwort
Wer andere führen will, sollte selbst Regeln, Aufgaben und Verantwortung kennenlernen. Der Spruch verknüpft die Befugnis zum Anordnen mit eigener Erfahrung des Sich-Einordnens.
- Wer billig kauft, kauft teuerSprichwort
Ein niedriger Kaufpreis kann durch Reparaturen, Ersatz oder schlechte Haltbarkeit später teuer werden. Der Spruch empfiehlt, bei einem Kauf die Qualität und die gesamten Folgekosten mitzudenken.
- Wer da hadert um ein Schwein, nehm’ eine Wurst und lass es seinSprichwort
In einem Streit kann es vernünftig sein, einen begrenzten Anteil anzunehmen und den Konflikt zu beenden. Der Spruch empfiehlt einen Kompromiss statt des unbedingten Bestehens auf dem ganzen Streitgegenstand.
- Wer das Licht zu knapp schneuzt, der löscht es.Sprichwort
Wer eine an sich sinnvolle Verbesserung zu weit treibt, kann gerade dadurch die Sache beschädigen.
- Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommenSprichwort
Wer Gewalt einsetzt, riskiert, selbst Opfer von Gegengewalt zu werden. Der Spruch warnt vor einer Spirale der Gewalt und beschreibt ihre mögliche Rückwirkung auf die Handelnden.
- Wer dem andern seinen guten Namen raubt, macht ihn arm und bereichert sich nicht.Sprichwort
Wer den Ruf eines anderen beschädigt, überträgt dessen guten Ruf damit nicht auf sich selbst.
- Wer dem Bächlein nachgeht, kommt zu dem BrunnenSprichwort
Wer einer Wirkung oder Spur folgt, kann zu ihrem Ursprung gelangen.
- Wer dem Haufen folgt, hat viel GesellenSprichwort
Wer sich der Mehrheit anschließt, findet leicht viele Mitgehende. Der Spruch beschreibt den sozialen Vorteil des Mitlaufens, ohne damit die Richtigkeit des gemeinsamen Weges zu beweisen.
- Wer dem Hunde nicht wehrt, der hetzt ihnSprichwort
Wer ein schädliches Verhalten nicht begrenzt, obwohl er es könnte, kann es dadurch praktisch unterstützen.
- Wer dem Spiele zusieht, kann's am besten.Sprichwort
Der Spruch schreibt der zuschauenden Person die größte Sicherheit beim Beurteilen des Spiels zu. Er stellt den Blick von außen der eigenen Beteiligung gegenüber.
- Wer dem Wasser wehren will, muß die Quellen stopfen.Sprichwort
Ein anhaltendes Problem sollte an seinen Ursachen bearbeitet werden. Der Spruch lenkt den Blick von sichtbaren Folgen auf das, was sie immer wieder hervorbringt.
- Wer den Aal hält bei dem Schwanz, dem bleibt er weder halb noch ganz.Sprichwort
Wer eine Sache ungeeignet anpackt, kann das Gewünschte gerade dadurch verlieren.
- Wer den Acker pflegt, den pflegt der AckerSprichwort
Wer ein Gut regelmäßig pflegt, erhält daraus langfristig Nutzen.
- Wer den andern betrügt, der macht einen Sack, darin er sich selbst fangen wird.Sprichwort
Wer andere täuscht, kann sich durch die eigene Täuschung selbst in Schwierigkeiten bringen. Der Spruch warnt vor einem Betrug, dessen Folgen den Urheber einholen.
- Wer den andern jagt, wird auch müdeSprichwort
Wer andere unter Druck setzt oder ihnen nachjagt, muss dafür selbst Kraft und Aufwand aufbringen.
- Wer den andern warnt, der ist sein FreundSprichwort
Eine gut gemeinte Warnung kann Ausdruck von Freundschaft und Fürsorge sein. Der Spruch erinnert daran, nicht jede unangenehme Mitteilung als Angriff zu verstehen.
- Wer den Baum gepflanzt hat, genießt selten seine Frucht.Sprichwort
Der spätere Nutzen einer Arbeit kommt oft anderen zugute als den Menschen, die ihre Grundlage geschaffen haben.
- Wer den Karren in den Dreck geschoben hat, soll ihn auch wieder herausziehenSprichwort
Wer ein Vorhaben in Schwierigkeiten gebracht hat, soll an der Behebung des Schadens mitwirken. Das Sprichwort fordert Verantwortung für eine selbst verursachte missliche Lage.
- Wer den Kern essen will, muss die Nuss knackenSprichwort
Ein gewünschter Nutzen setzt häufig eine vorausgehende Anstrengung voraus. Der Spruch stellt dem angenehmen Ergebnis den nötigen Arbeitsschritt voran.
- Wer den Leuten aufhilft, dem greift man gerne an seine Bürde.Sprichwort
Wer andere unterstützt, kann damit auch ihre Bereitschaft fördern, ihm selbst zu helfen. Der Spruch beschreibt erwiderte Hilfsbereitschaft.
- Wer den Markt versäumt, dem schlägt man keinen neuen Kram aufSprichwort
Eine versäumte Gelegenheit wird nicht eigens für die verspätete Person erneut eingerichtet.
- Wer den Nagel am Hufeisen nicht achtet, der verliert auch das PferdSprichwort
Eine vernachlässigte Kleinigkeit kann erhebliche Folgeschäden auslösen.
- Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wertSprichwort
Wer größere Werte schätzen will, soll auch kleine achten. Das Sprichwort empfiehlt einen sorgfältigen Umgang mit kleinen Geldbeträgen.
- Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgenSprichwort
Zu einem Missgeschick kommen oft noch spöttische Reaktionen anderer. Der Spruch kommentiert diese zusätzliche Belastung und kann dabei mitfühlend, resigniert oder selbstironisch klingen.
- Wer der Arbeit zusieht, wird davon nicht müdeSprichwort
Zuschauen ist leichter als die Arbeit selbst auszuführen.
- Wer die Augen nicht auftut, muss den Beutel auftunSprichwort
Unaufmerksamkeit kann vermeidbare Ausgaben verursachen.
- Wer die Geiß angenommen hat, muss sie hüten.Sprichwort
Wer etwas übernimmt, übernimmt damit auch die nötige Verantwortung und Pflege.
- Wer die Kunst nicht übt, verliert sie baldSprichwort
Eine erlernte Fähigkeit kann nachlassen, wenn sie nicht weiter ausgeübt wird. Der Spruch erinnert daran, Können durch wiederkehrende Praxis zu erhalten.
- Wer die Leiter hält, ist so schuldig als der DiebSprichwort
Wer eine verwerfliche Handlung bewusst ermöglicht oder unterstützt, trägt nach diesem Spruch ebenfalls Verantwortung. Die Hilfe im Hintergrund wird ebenso streng beurteilt wie die unmittelbar sichtbare Tat.
- Wer die Leiter hinauf will, muss mit der untersten Sprosse anfangen.Sprichwort
Ein weiterführendes Ziel verlangt zunächst die nötigen Grundlagen. Der Spruch empfiehlt, beim Lernen oder Arbeiten mit einem passenden ersten Schritt zu beginnen.
- Wer die Liebe verbietet, gürtet ihr Sporen an.Sprichwort
Ein Verbot kann eine bestehende Zuneigung noch verstärken, statt sie zu beenden. Der Spruch warnt vor der möglichen Gegenwirkung des Verbietens.
- Wer die Wahrheit geigt, dem schlägt man den Fidelbogen um den KopfSprichwort
Wer eine unangenehme Wahrheit offen ausspricht, kann auf heftige Ablehnung stoßen. Der Spruch warnt vor der Gegenwehr derjenigen, denen die Aussage nicht gefällt.
- Wer dient, ist so gut, als wer lohntSprichwort
Wer eine Dienstleistung erbringt, besitzt dieselbe menschliche Würde wie die zahlende Person.
- Wer dir von andern schlecht spricht, spricht auch anderen schlecht von dir.Sprichwort
Wer abwesende Menschen ständig schlechtmacht, könnte auch über die jetzige Zuhörerin oder den jetzigen Zuhörer so reden.
- Wer droht, warnt.Sprichwort
Eine ausgesprochene Drohung verrät, mit welcher unangenehmen Handlung jemand rechnen soll. Dadurch kann sie dem Gegenüber zugleich einen Hinweis geben, sich darauf einzustellen.
- Wer Eier haben will, muss der Henne Gackern leidenSprichwort
Wer einen Vorteil nutzen möchte, muss oft auch die damit verbundenen Unannehmlichkeiten hinnehmen.
- Wer ein Gesetz gibt, muss darüber wachenSprichwort
Wer eine Regel aufstellt, muss sich auch um ihre Beachtung kümmern. Das Sprichwort verbindet das Bestimmen einer Vorschrift mit Verantwortung für ihre Umsetzung.
- Wer eine Lampe braucht, darf's Öl nicht sparenSprichwort
Wer einen Nutzen haben möchte, muss die dafür nötigen Mittel einsetzen. Der Spruch kritisiert Sparen an einer Voraussetzung, ohne die das gewünschte Ergebnis nicht entstehen kann.
- Wer einem Armen hilft, gedenkt an sich selber.Sprichwort
Wer einem bedürftigen Menschen hilft, erkennt zugleich die eigene mögliche Bedürftigkeit. Der Spruch verbindet Hilfe mit dem Bewusstsein gemeinsamer Verletzlichkeit.
- Wer einem ins Wort fällt, der will sich selbst hörenSprichwort
Wer andere unterbricht, stellt möglicherweise das eigene Redebedürfnis über das Zuhören. Der Spruch mahnt, einer begonnenen Äußerung Raum zu geben.
- Wer einen großen Sprung tun will, geht erst rückwärts.Sprichwort
Ein vorübergehendes Zurückgehen kann einen größeren Fortschritt vorbereiten. Der scheinbare Rückschritt braucht dafür einen erkennbaren Zweck.
- Wer einkauft, hat hundert Augen nötig, wer verkauft, nur eins.Sprichwort
Beim Kauf einer Sache soll man besonders genau hinsehen und prüfen.
- Wer einmal in die Mäuler kommt, kommt selten unverletzt heraus.Sprichwort
Wer zum Gegenstand abschätzigen Geredes wird, kann dadurch Schaden an seinem Ruf oder persönliche Verletzungen erfahren. Der Spruch warnt vor der Wirkung solcher Gespräche.
- Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit sprichtSprichwort
Eine entdeckte Lüge kann das Vertrauen so beschädigen, dass später auch wahre Aussagen bezweifelt werden. Der Spruch warnt vor den längerfristigen Folgen verlorener Glaubwürdigkeit.
- Wer ekel ist, entbehrt manch guten Bissen.Sprichwort
Wer sehr wählerisch ist, kann auch etwas Gutes verpassen. Der Spruch veranschaulicht das an einem guten Bissen, auf den jemand verzichten muss.
- Wer empfing, der rede; wer gab, der schweigeSprichwort
Dank sollte von den Empfangenden kommen, während Gebende ihre Gabe nicht ständig vorhalten sollten.
- Wer ernten will, muss säenSprichwort
Ein späterer Ertrag braucht rechtzeitige Vorbereitung und eigene Vorleistungen. Der Spruch erinnert daran, Grundlagen zu schaffen, bevor man ein Ergebnis erwarten kann.
- Wer findet, eh verloren ist, der stirbt, eh er krank wird.Sprichwort
Der historische Spruch warnt vor Diebstahl, der als angeblicher Fund beschönigt wird. Seine zugespitzte Drohung spielt auf eine tödliche Bestrafung an.
- Wer Fische fangen will, muss vorher die Netze flicken.Sprichwort
Wer ein Ziel erreichen will, muss vorher die dafür nötigen Voraussetzungen schaffen und seine Arbeitsmittel in Ordnung bringen.
- Wer flieht, eh man ihn jagt, ist allzu verzagt.Sprichwort
Wer sich schon vor einem tatsächlichen Widerstand zurückzieht, handelt nach diesem Spruch zu mutlos. Er kritisiert ein vorschnelles Aufgeben aus Angst.
- Wer gern lügt, kann viel Neues sagen.Sprichwort
Wer Unwahres erfindet, kann ständig neue Geschichten liefern. Der Spruch warnt davor, Neuigkeit mit Verlässlichkeit zu verwechseln.
- Wer gerne trägt, dem lädt jedermann aufSprichwort
Wer Aufgaben bereitwillig übernimmt, bekommt leicht immer weitere aufgebürdet. Der Spruch beschreibt, wie Hilfsbereitschaft oder Belastbarkeit von anderen ausgenutzt werden kann.
- Wer Grundeln fängt, der fängt auch FischeSprichwort
Auch ein bescheidener Erfolg zählt als Erfolg. Der Spruch wehrt die Abwertung eines Ergebnisses ab, nur weil es kleiner oder weniger eindrucksvoll ausfällt als erhofft.
- Wer gut bezahlt, mag wieder borgenSprichwort
Verlässliches Zurückzahlen erleichtert erneutes Leihen.
- Wer gut sattelt, reitet gut.Sprichwort
Eine sorgfältige Vorbereitung schafft gute Voraussetzungen für das anschließende Handeln. Das Satteln steht im Spruch für diese vorbereitende Arbeit.
- Wer gute Beine hat, hat oft schlechte Stiefeln.Sprichwort
Persönliche Fähigkeiten und eine gute äußere Ausstattung fallen nicht immer zusammen.
- Wer hat gefragt?Wendung
Wer hat gefragt? ist eine abweisende Gesprächsformel: Eine Mitteilung oder Meinung wird als unerwünscht abgetan. Je nach Situation kann sie als Neckerei gemeint sein oder verletzend wirken.
- Wer heute mit rudert, soll morgen mit fahrenSprichwort
Wer zum gemeinsamen Erfolg beiträgt, soll später auch an seinem Nutzen teilhaben dürfen.
- Wer hoch steht, den sieht man weit.Sprichwort
Wer eine herausgehobene Stellung einnimmt, wird von vielen Menschen wahrgenommen. Der Spruch verbindet Rang oder Bekanntheit mit größerer Sichtbarkeit.
- Wer hoch steigt, fällt tiefSprichwort
Ein großer oder schneller Aufstieg kann einen besonders schweren Rückschlag nach sich ziehen. Der Spruch warnt vor Selbstüberschätzung und davor, eine hohe Stellung für dauerhaft gesichert zu halten.
- Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfenSprichwort
Wer selbst vergleichbare Fehler hat, sollte andere dafür nicht überheblich angreifen. Der Spruch fordert Selbstkritik und warnt vor einem doppelten Maßstab.
- Wer im Rohr sitzt, hat gut Pfeifen schneiden.Sprichwort
Wer unmittelbar an einer benötigten Quelle sitzt, hat es bei einer entsprechenden Tätigkeit leichter. Der Spruch beschreibt den Vorteil günstiger Voraussetzungen.
- Wer im Ruf ist, früh aufzustehen, mag lange schlafen.Sprichwort
Ein einmal erworbener guter Ruf kann fortwirken, auch wenn das aktuelle Verhalten nicht mehr dazu passt.
- Wer im Schach ziehen und ein Bergwerk bauen will, darf seine Augen nicht in die Tasche steckenSprichwort
Wer ein anspruchsvolles oder riskantes Vorhaben beginnt, muss aufmerksam bleiben. Der Spruch warnt davor, sich ohne genaue Beobachtung und Prüfung auf eine Sache einzulassen.
- Wer immer aus dem Mehlfasse nimmt und nichts wieder hineinschüttet, kommt bald auf den Grund.Sprichwort
Ein Vorrat wird aufgebraucht, wenn man fortwährend etwas entnimmt und nichts ergänzt. Das Mehlfass macht anschaulich, dass ein vorhandener Bestand nicht unbegrenzt reicht.
- Wer in einen sauern Apfel gebissen hat, dem schmeckt der süße desto besser.Sprichwort
Nach einer unangenehmen Erfahrung kann etwas Erfreuliches besonders gut erscheinen. Der Spruch beschreibt, wie ein Kontrast die Wahrnehmung verändert.
- Wer in seinen Beutel lügt, niemand als sich selbst betrügtSprichwort
Wer sich die eigenen Verhältnisse schönrechnet, schadet am Ende sich selbst.
- Wer keinen Spaß mag verstehn, soll nicht unter Leute gehn.Sprichwort
Wer Scherze nicht mit Humor aufnehmen kann, soll dem Spruch zufolge gesellige Runden meiden. Der Reim stellt die Bereitschaft zum Mitlachen als Erwartung im Umgang mit anderen dar.
- Wer lange fragt, gibt nicht gern.Sprichwort
Wer eine Bitte mit immer neuen Nachfragen aufhält, wird hier als wenig bereit zum Geben dargestellt. Der Spruch deutet das lange Fragen als Zeichen des Widerwillens.
- Wer lügen will, muss ein gut Gedächtnis habenSprichwort
Wer Unwahres erzählt, muss sich seine erfundenen Angaben merken, um nicht in Widersprüche zu geraten.
- Wer mich nicht ehren will, lasse mich ungelästert.Sprichwort
Wer einem Menschen keine Anerkennung geben will, soll ihn wenigstens nicht herabsetzen. Der Spruch verlangt Zurückhaltung beim Schmähen, ohne Lob zu erzwingen.
- Wer mir gab, der lehrte mich geben.Sprichwort
Empfangene Großzügigkeit kann dazu anregen, selbst anderen etwas zu geben. Die eigene Erfahrung wird zum Vorbild für weiteres Handeln.
- Wer mit dem Pfunde wägt, bedarf des Zentners nichtSprichwort
Wenn ein kleineres passendes Mittel ausreicht, ist ein größeres nicht allein wegen seiner Größe nötig. Der Spruch empfiehlt, den Maßstab einer Aufgabe angemessen zu wählen.
- Wer mit fremden Augen sieht, sieht je länger je weniger.Sprichwort
Wer fremde Urteile ungeprüft übernimmt, kann die Fähigkeit zum eigenen Urteil zunehmend vernachlässigen.
- Wer mit jungen Ochsen pflügt, macht krumme Furchen.Sprichwort
Wer eine Aufgabe unerfahrenen Kräften überlässt, muss mit unsicheren Ergebnissen rechnen. Der Spruch stellt das im Bild junger Zugtiere beim Pflügen dar.
- Wer mit Leuten nichts zu tun haben will, muss aus der Welt ziehen.Sprichwort
Im gewöhnlichen Zusammenleben lässt sich der Umgang mit anderen Menschen nicht vollständig vermeiden.
- Wer Mitleid bringt, bietet genug.Sprichwort
Aufrichtige Anteilnahme kann schon ein wertvoller Beistand sein, auch wenn jemand keine fertige Lösung oder Gabe mitbringt.
- Wer mittags aufsteht, verschläft den ganzen Tag nicht.Sprichwort
Auch nach einem späten Beginn bleibt noch Zeit zum Handeln. Das Bild vom Aufstehen am Mittag widerspricht dem Gedanken, damit sei bereits der ganze Tag verloren.
- Wer nach jedem bellenden Hunde werfen will, muss viel Steine auflesenSprichwort
Wer auf jede Provokation reagieren will, verbraucht dafür viel Zeit und Kraft.
- Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essenSprichwort
Der Spruch knüpft einen Anspruch auf Versorgung an eigene Arbeit. Er formuliert eine strenge Forderung nach einem Beitrag zur Gemeinschaft und wird häufig kontrovers oder kritisch zitiert.
- Wer nicht auszieht, kommt nicht heim.Sprichwort
Eine Heimkehr setzt voraus, dass man zuvor aufgebrochen ist. Der Spruch kann dazu ermuntern, sich auf den Weg zu machen, wenn man später von einem Vorhaben zurückkehren oder berichten möchte.
- Wer nicht hören will, muss fühlenSprichwort
Wer Warnungen, Regeln oder Ratschläge missachtet, muss mit unangenehmen Folgen rechnen. Der Spruch kann eine Erfahrung kommentieren, klingt aber häufig streng, drohend oder schadenfroh.
- Wer nicht malen kann, muss Farbe reiben.Sprichwort
Wer eine anspruchsvolle Hauptaufgabe noch nicht beherrscht, kann bei vorbereitenden Arbeiten mithelfen. Der Spruch ordnet verschiedene Tätigkeiten nach den dafür vorhandenen Fähigkeiten zu.
- Wer nichts hat, dem entfällt nichts.Sprichwort
Was jemand nicht besitzt, kann ihm auch nicht verloren gehen.
- Wer nichts macht, macht nichts falschSprichwort
Wer nicht handelt, vermeidet manche sichtbaren Fehler. Der Spruch kann Zurückhaltung erklären, wird aber oft ironisch verwendet, um die Schwäche dieser vermeintlich sicheren Haltung zu zeigen.
- Wer nur über eine Staffel will, kommt nie über eine Stiege.Sprichwort
Für ein größeres Vorhaben genügt es nicht, nur einen einzelnen notwendigen Schritt einzuplanen. Der Spruch fordert dazu auf, über den Anfang hinauszudenken.
- Wer Ordnung zum Gesetz macht, muss sie zuerst halten.Sprichwort
Wer Regeln für andere aufstellt, soll sich selbst daran halten. Der Spruch fordert Übereinstimmung zwischen dem eigenen Anspruch und dem eigenen Verhalten.
- Wer Pfeffer genug hat, der pfeffert auch seinen Brei.Sprichwort
Wer von etwas reichlich besitzt, verwendet es auch dort großzügig, wo es nicht unbedingt nötig wäre. Der Spruch macht diesen Umgang mit Überfluss am Pfeffern eines Breis sichtbar.
- Wer Pfeifen feil hat und kann pfeifen, dem kauft man sie abSprichwort
Wer etwas anbietet und seinen Nutzen überzeugend zeigen kann, erleichtert anderen die Entscheidung dafür. Der Spruch betont den Wert einer gelungenen praktischen Vorführung.
